Ausbau der Bergstraße beschlossen – Anlieger fürchten hohe Kosten
Mehrheit ist für Schutzstreifen

Verl (WB). Die Anlieger der Bergstraße, die am Dienstagabend im Straßen-, Wege- und Verkehrsausschuss ausgeharrt haben, dürften enttäuscht gewesen sein. Ihr »Antrag auf Nichtausführung des Seitenausbaus der Bergstraße« wurde ohne Diskussion abgelehnt.

Freitag, 01.02.2019, 07:45 Uhr aktualisiert: 01.02.2019, 07:50 Uhr

Johannes Kettelhoit (CDU) verwies lediglich darauf, dass der neue Ausbau der Bergstraße von den Bürgern aus Bornholte-Bahnhof mehrheitlich begrüßt worden sei. Ein Ausbau der Fahrbahn, ohne die Seitenanlagen einzubeziehen, sei »nichts Halbes und nichts Ganzes«.

Der Ausschussvorsitzender Burkhard Reineke fragte den Beigeordneten Thorsten Herbst, ob sich eine Entscheidung über die eventuelle Abschaffung der Anliegerbeiträge auf Landesebene nur auf neue Abrechnungen oder auch auf Fälle beziehen könne, die jetzt in der Beratung sind. Herbst konnte das nicht beantworten, das hänge sehr von der Beschlusslage ab und davon ob es eine Stichtagregelung geben wird.

Anlieger werden noch zu Wort kommen

Die Anlieger werden aber noch zu Wort kommen, der Ausschuss stimmte der vorgelegten Detailplanung des Planungsbüros Röver zu und beschloss, sie nun in einer Anliegerversammlung zu erörtern. »Ich weiß, es geht um die Kosten«, sagte Kettelhoit. Er sei sicher, dass man zu einer Lösung kommen werde.

Weil es sich um Maßnahme im Rahmen des Dorfentwicklungskonzeptes handelt, und weil die Bergstraße eine Kreisstraße ist, bleiben die Anlieger ohnehin nicht auf den kompletten Kosten sitzen. Die Fahrbahn beispielsweise geht auf Rechnung des Kreises.

Die Gesamtmaßnahme soll 1,3 bis 1,4 Millionen Euro kosten. Ralf Düspohl vom Büro Röver berichtete, dass während der Bürgerversammlung im Oktober jene Variante favorisiert wird, bei der auf der Fahrbahn für Radler ein Schutzstreifen markiert wird. Das kritisierte Dr. Egbert Daum (Grüne).

Lehrmeinung sei überholt

Die Lehrmeinung, das Radfahrer auf der Fahrbahn am sichersten seien, sei überholt. Neuere Forschungen hätten etwas anderes ergeben. Er plädierte dafür, keinen Schutzstreifen anzulegen und es den Radlern zu überlassen, wo sie fahren wollen, auf der Straße oder auf dem Bürgersteig. »Das ist ohnehin die günstigste Lösung.« Weil er sich damit nicht durchsetzen konnte, stimmte er am Ende gegen den Beschlussvorschlag.

Düspohl erläuterte die jetzt genau festgelegten Positionen der Querungshilfen. Eine davon soll naher der Einmündung des Ginsterweges entstehen. Dabei bleibt es auch, obwohl eine größere Zahl Bürger sich dafür ausgesprochen hatte, die Querungshilfe auf die Höhe der Tankstelle zu verlegen. Dort gebe es jedoch nicht mehr Querungen, sagte Düspohl. Außerdem müsse dort Grunderwerb getätigt werden.

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