Christine Schulte und Christian Dieckhoff treten ihren Dienst an Zwei neue Hausärzte in Verl

Verl (WB). Hausärzte-Mangel ist vielerorts ein Problem. Umso erfreulicher ist die Entwicklung in Verl: Gleich zwei Mediziner – Christine Schulte und Christian Dieckhoff – verstärken hier die hausärztliche Versorgung.

Über die Verstärkung der hausärztlichen Versorgung freuen sich (von links) Bürgermeister Michael Esken, Dr. Verena Folkers, Christian Dieckhoff, Dr. Gregor Han, Christine Schulte, Dr. Bernhard Kleinheinrich, Dr. Christoph Weeg und Claudia Schrewe.
Über die Verstärkung der hausärztlichen Versorgung freuen sich (von links) Bürgermeister Michael Esken, Dr. Verena Folkers, Christian Dieckhoff, Dr. Gregor Han, Christine Schulte, Dr. Bernhard Kleinheinrich, Dr. Christoph Weeg und Claudia Schrewe.

Während Christine Schulte (41) als hausärztlich tätige Internistin und Geriaterin zum 1. April in die Praxis von Dr. Christoph Weeg und Dr. Bernhard Kleinheinrich eingetreten ist, unterstützt Christian Dieckhoff jetzt Dr. Verena Folkers.

Christine Schulte, die in Aachen und Münster studiert hat, blickt auf eine mehrjährige Tätigkeit zunächst in Münster und schließlich im LWL-Klinikum in Gütersloh zurück, wo sie sich zur Geriaterin weitergebildet und den Aufbau der Geriatrie von den Anfängen an mit begleitet hat. Bevor sie nun nach Verl wechselte, unterstützte sie eine Hausarztpraxis in Avenwedde. »Hier in Verl bin ich auch mit meiner Familie zu Hause«, erzählt die Mutter von zwei Kindern.

Christian Dieckhoff (46), bislang Facharzt für Anästhesie und Notarzt im St.-Elisabeth-Hospital in Gütersloh, ist zurzeit noch in der Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin in der Praxis von Dr. Verena Folkers tätig. Zum Jahresende wird er die Weiterbildung abgeschlossen haben. Zum 1. April 2019 ist die Gründung einer Gemeinschaftspraxis der beiden Mediziner geplant. »Ich freue mich sehr auf meine Arbeit mit der Kollegin und die Patientinnen und Patienten in Sürenheide«, sagt er.

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»Die Nähe zum Patienten ist in einer hausärztlichen Praxis deutlich größer.«

Dr. Verena Folkers

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Seinen Schritt in den hausärztlichen Dienst kann Dr. Verena Folkers gut nachvollziehen. »Nach gut zwei Jahren Niederlassung bin ich mit meiner Entscheidung, das Krankenhaus zu verlassen, sehr zufrieden. Die Nähe zum Patienten ist in einer hausärztlichen Praxis deutlich größer, die kontinuierliche Betreuung der Patienten ist erfüllend«, berichtet sie.

Bürgermeister Michael Esken freut sich sehr über den doppelten Ärztezuwachs. »Das ist ein ganz wichtiger Schritt, um die medizinische Versorgung in unserer Stadt sicherzustellen«, sagte er, als er die beiden neuen Ärzte bei einem Treffen im Rathaus offiziell in Verl willkommen hieß. Eine weitere gute Nachricht brachte Dr. Gregor Han, Sprecher der Verler Ärzteschaft, mit zu dem Termin: In der Praxis Kleinerüschkamp sei der Generationswechsel auch bereits eingeleitet und die Nachfolge somit gesichert.

Der Landarzt- und insbesondere der Hausarztmangel wird allerorten ein zunehmendes Problem. Allein im Kreis Gütersloh sind mehr als 20 Hausarztsitze unbesetzt. Diese Entwicklung hat die Stadt Verl schon vor Jahren sorgfältig analysiert – und gehandelt. So nimmt die Stadt eine professionelle Beratung in Anspruch und hat mit der »Förderrichtlinie zur Ansiedlung von Ärztinnen und Ärzten auf dem Stadtgebiet der Stadt Verl« die Möglichkeit, Niederlassungen finanziell zu unterstützen. Die Bemühungen zeigen Erfolg.

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