Umgestaltungsideen passend zum Anschwimmen vorgestellt Im Freibad tut sich was

Verl (WB). Eltern-Kind-Bereich und Planschbecken verändern, neue Fahrradständer, mehr Parkplätze, Bänke modernisieren, Zufahrt und Gehweg verbessern: All’ das ist im Vorentwurf zur Freibad-Umgestaltung zu finden. Käme es so, kostete es 1,6 Millionen Euro.

Von Kerstin Eigendorf
Frühaufsteher stoßen zur Eröffnung an (von links): Dirk Hildebrandt, Hikmete Gashi und Servet Hajrullahi vom Kiosk-Team, Friedel und Maria Pauleickhoff und Bürgermeister Michael Esken .
Frühaufsteher stoßen zur Eröffnung an (von links): Dirk Hildebrandt, Hikmete Gashi und Servet Hajrullahi vom Kiosk-Team, Friedel und Maria Pauleickhoff und Bürgermeister Michael Esken . Foto: Kerstin Eigendorf

Alles auf einmal machen, geht nicht. »Dazu müssten wir das Freibad eine ganze Saison schließen, und das wollen wir nicht«, sagte der erste Beigeordneter Heribert Schönauer im Betriebsausschuss. Hier wurde der Vorentwurf erstmals vorgestellt. Es sind Vorschläge, keine schon jetzt getroffene Entscheidung. Klar ist aber, dass abschnittweise vorgegangen werden muss. Sieben Bauabschnitte sind aufgeführt:

Sandspielbereich

Der Vorentwurf der Freiraumplanung Wolf schlägt an dieser Stelle neben der Erneuerung des Pflasterbelags mit großformatigen statt kleinteiligen Elementen auch vor, einen großen Teil der befestigten Flächen zu entsiegeln und somit der Liegewiese mit Rasen zuzuschlagen. »Wir haben ein sehr schönes Familienbad und müssen zusehen, dass wir es für das nächste Jahrzehnt so aufstellen, dass es nicht nur attraktiv bleibt, sondern sogar noch attraktiver wird«, betonte Schönauer. Daher müsse man im Eltern-Kind-Bereich investieren. Die Kosten für diesen Bauabschnitt werden auf 295.000 Euro beziffert.

Planschbecken

Dieser Abschnitt umfasst neben der Erneuerung der Bepflanzung und des Pflasterbelags auch das Anlegen von Sitzgelegenheiten für Eltern. Vorstellbar seien Sitzblöcke direkt am Rand des Beckens, damit Eltern ihre Kinder gut beobachten können. Auch im Planschbecken-Bereich werden die Kosten mit 295.000 Euro angegeben.

Fahrradstellplätze

Die Fahrradstellplätze sollen modernisiert werden. Die veralteten Fahrradvorderrad-Halter würden durch Fahrradanlehnbügel ersetzt, an denen mehrere Räder befestigt werden können. Mit Arbeiten am Pflasterbelag liegen die Kosten bei 143.000 Euro.

Mehr Platz für Autos

Der südliche Fahrradstellplatz könnte zu PKW-Stellplätzen umgebaut werden. Hier gab es ohnehin einigen Ärger mit Vandalismus. Kosten: 52.000 Euro.

Gehweg

Der Abschnitt, an dem der Gehweg nur mit Pollern zur Straße abgegrenzt ist, soll verändert werden. Ein Pflanzstreifen könnte die Poller ersetzen, um wildes Parken zu verhindern. Auch das Gehwegprofil soll neu hergestellt und die Radwegführung überdacht werden. Kosten: 81.000 Euro.

Mobiliar

Es soll neue Sitzbänke, Picknicktisch-Kombinationen und Mülltonneneinhausungen geben. Kosten: 75.000 Euro.

Nördlicher Parkplatz

Der Parkplatz soll ausgeweitet werden in Richtung Bolzplatz. Neue Stellplätze und eine neue Zufahrt sind im Vorkonzept vorgesehen. So könnte die Stellplatzzahl mehr als verdoppelt werden. Auch der Gehweg soll erneuert werden. Kosten: 683.000 Euro.

Alle Fraktionen im Betriebsausschuss begrüßten die Ideen – nicht ohne weitere Anregungen vorzubringen wie eine bessere Rutsche, Querungen vor dem Freibad insbesondere für die Sicherheit von Kindern, Erneuerung der Umkleidekabinen oder Edelstahlbecken statt Fliesen. Bis Herbst sollen Detailplanungen vorliegen, damit im Winter ausgeschrieben werden kann.

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