Gymnasium zur mitarbeitenden Unesco-Projektschule ernannt »Seid unbequem, stellt viele Fragen«

Verl (WB). »Seid unbequem, stellt viele Fragen und bringt die Dinge voran.« Mit diesen Worten hat der Landeskoordinator für Unesco-Projektschulen, Karl Hußmann, gestern die Urkunde zur mitarbeitenden Unesco-Projektschule an den Verler Schulleiter Matthias Hermeler und die Schülerin Annika Backes übergeben.

Von Renate Ibeler
Sind stolz auf die Anerkennung als mitarbeitende Unesco-Projektschule (von links): Carsten Krüger, Bürgermeister Michael Esken, Karl Hußmann (Landeskoordinator für Unesco-Projektschulen), Annika Backes und Schulleiter Matthias Hermeler.
Sind stolz auf die Anerkennung als mitarbeitende Unesco-Projektschule (von links): Carsten Krüger, Bürgermeister Michael Esken, Karl Hußmann (Landeskoordinator für Unesco-Projektschulen), Annika Backes und Schulleiter Matthias Hermeler. Foto: Renate Ibeler

Das Gymnasium Verl werde aufgrund des starken Engagements mit großer Wahrscheinlichkeit schon in zwei Jahren zur Unesco-Projektschule ernannt werden können, stellte er heraus. 9000 dieser Projektschulen gebe es aktuell weltweit, davon 300 in Deutschland und nur 30 in Nordrhein-Westfalen. »Das sind sehr wenige«, betonte Hußmann.

Schulleiter Matthias Hermeler blickte in seiner Rede noch einmal auf das Jahr 2015 zurück, als sich das Gymnasium Verl entschloss, eine Unesco-Projektschule zu werden. »Unser Leitsatz aus der Präambel des Gymnasiums Verl stimmt mit dem Unesco-Leitsatz überein«, sagte er. Dieser Leitsatz lautet: »Wir sind eine Schule, in der wir im Rahmen der Bildung miteinander füreinander für eine Kultur des Friedens Zukunft gestalten für nachhaltige Entwicklung.«

Die Unesco – United Educational, Scientific and Cultural Organization – ist eine Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur und wurde 1945 gegründet. Eine mitarbeitende Projektschule kann über die Deutsche Unesco-Kommission bei der Unesco in Paris einen Antrag auf Anerkennung als Projektschule stellen. Voraussetzungen sind die Zustimmung der Schulkonferenz, die Unterstützung durch die Schulbehörde und die Befürwortung durch die Deutsche Unesco-Kommission. Wird der Bewerbung um den Projektstatus stattgegeben, erhält die Schule eine vom Generaldirektor der Unesco unterzeichnete Urkunde. Kommt eine Schule ihren eingegangen Verpflichtungen über einen längeren Zeitraum nicht nach, kann ihr der Status auch wieder aberkannt werden.

Verls Bürgermeister Michael Esken würdigte die Schüler in seiner Ansprache mit viel Anerkennung und Stolz. Er räumte aber auch ein: »Lippenbekenntnisse müssen auch in die Tat umgesetzt werden.« Die Feierstunde wurde von der Big Band unter der Leitung von Dr. Ares Rolf musikalisch untermalt. Außerdem traten eine Tanzgruppe und rhythmische Sportgymnastinnen auf. In einer Interviewrunde mit Schülervertretern, Lehrern und Elternvertretern wurden die Themen der Unesco-Arbeit des Verler Gymnasiums erläutert. Dazu gehören zum Beispiel die Deckelaktion, Schülerfachtagungen oder der Schüleraustausch mit Witebsk.

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