Landrat Adenauer trifft auf motivierte Retter in der Verler Wache »Ich hole den Wunschzettel«

Verl (WB). Auf die Frage des Landrats, was sich die Verler Einsätzkräfte zu Weihnachten für ihre Rettungswache wünschen, meinte Notfallsanitäter Wolfgang Tegethoff: »Moment, ich hole den Wunschzettel.« Doch das war ein Scherz.

Von Carsten Borgmeier
Ein dickes Dankeschön an die Einsätzkräfte der Rettungswache Verl: Sven-Georg Adenauer, Wolfgang Tegethoff, Eckhard Ramhorst, Regina Wiedemann, Michael Wickord, Thomas Pankoke, Werner Landwehr, Michael Esken, Thomas Kuhlbusch, Bernd Strickmann, Johannes Nutsch, Stephan Heidenreich und David Becker (von links) haben auf ein ereignisreiches Jahr zurückgeblickt.
Ein dickes Dankeschön an die Einsätzkräfte der Rettungswache Verl: Sven-Georg Adenauer, Wolfgang Tegethoff, Eckhard Ramhorst, Regina Wiedemann, Michael Wickord, Thomas Pankoke, Werner Landwehr, Michael Esken, Thomas Kuhlbusch, Bernd Strickmann, Johannes Nutsch, Stephan Heidenreich und David Becker (von links) haben auf ein ereignisreiches Jahr zurückgeblickt. Foto: Carsten Borgmeier

Denn das insgesamt 13-köpfige Team unter Leitung von Johannes Nutsch und seinem Stellvertreter Wolfgang Tegethoff sieht sich in der vor etwa sechs Jahren in Betrieb genommenen, neuen Rettungswache am Florianweg 4a gut aufgestellt und motiviert: »Wir sind auf dem richtigen Weg«, sagte Notfallsanitäter David Becker.

2860 Einsätze im vergangenen Jahr

Dementsprechend locker entspann sich am Dienstag das Gespräch von Landrat Sven-Georg Adenauer mit den Verler Einsatzkräften. Auch ihnen dankte er im Rahmen seiner Rundreise zu den Rettungs- und Polizeiwachen im Kreisgebiet für die geleistete Arbeit am Nächsten.

Die von Eckhard Ramhorst, dem Leiter der Abteilung Bevölkerungsschutz bei der Kreisverwaltung, vorgelegte Statistik verriet, dass die Verler Retter 2017 zu insgesamt etwa 2860 Einsätzen ausgerückt sind. Gegenüber 2016 entspreche das einer Zunahme von fast 12,7 Prozent, erläuterte Ramhorst. Zu großen Teilen sei dieser deutliche Zuwachs an Einssatzfahrten auf einen zweiten Rettungswagen (RTW) zurückzuführen, der seit März am Florianweg stationiert sei, erläuterte Wachleiter und Notfallsanitäter Nutsch.

Krankentransportfahrten haben stark zugenommen

Ebenfalls stark zugenommen hätten in Verl – was auch im übrigen Kreisgebiet zu beobachten sei – die Krankentransportfahrten. Bernd Strickmann, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes im Kreis Gütersloh, führt das auf eine sinkende Zahl von Hausärzten in den Gemeinden sowie auf ein gestiegenes Anspruchsdenken in der Bevölkerung zurück. »Wenn ich im Internet rund um die Uhr alles bestellen kann: Warum soll ich dann drei Stunden mit Bauchschmerzen im Wartezimmer sitzen?«, beschrieb Strickmann das offenbar in Mode gekommene Verhalten, sich auch bei Kleinigkeiten vom Rettungswagen ins Krankenhaus fahren zu lassen.

Landrat Adenauer fragte die Verler Einsätzkräfte, wie es um Gaffer bei Unfällen oder gar um Gewalt gegen die Retter stehe: »Bei uns ist das alles so gut wie kein Thema«, antwortete Johannes Nutsch. »Hier ist die Welt noch einigermaßen in Ordnung.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.