Täglich suchen viele Menschen in Verl Rat und Hilfe – Vortrag am Mittwoch Treffpunkt »Grenzenlos« hat sich bewährt

Verl (WB). Der Treffpunkt »Grenzenlos« macht seinem Namen alle Ehre: Denn hier treffen sich seit der Eröffnung im März 2016 jeden Tag Menschen aus verschiedenen Ländern, um gemeinsam Deutsch zu lernen, sich auszutauschen und bei Flüchtlingsberater Mustafa Haroglu Rat und Hilfe zu suchen.

Seit eineinhalb Jahren gibt es den Treffpunkt Grenzenlos an der Wilhelmstraße. »Die Einrichtung hat sich bewährt«, meint Ehrenamtskoordinatorin Erika Richert. Ihrer Ansicht stimmt der Verler Flüchtlingsberater Mustafa Haroglu zu. Er ist täglich vor Ort ansprechbar.
Seit eineinhalb Jahren gibt es den Treffpunkt Grenzenlos an der Wilhelmstraße. »Die Einrichtung hat sich bewährt«, meint Ehrenamtskoordinatorin Erika Richert. Ihrer Ansicht stimmt der Verler Flüchtlingsberater Mustafa Haroglu zu. Er ist täglich vor Ort ansprechbar.

Und auch ehrenamtliche Helfer in der Flüchtlingsberatung gehen in dem Haus an der Wilhelmstraße ein und aus. Denn die Ehrenamtskoordination ist ebenfalls dort untergebracht.

Neue Helfer gesucht

Neue Interessierte, die sich für Flüchtlinge engagieren möchten, sind jederzeit willkommen. Sei es als Familienpaten oder als Helfer an der Seite von Menschen, die allein auf die Flucht gegangen sind. Am Mittwoch, 15. November, 17 bis 20 Uhr, findet im Treffpunkt »Grenzenlos« eine Info-Veranstaltung mit einer Referentin des Flüchtlingsrates NRW statt. Alle Interessierten sind willkommen.

Flüchtlingsberater Mustafa Haroglu ist ein wichtiger Ansprechpartner. Auch Menschen, die bereits ihre Anerkennung haben, suchen bei ihm Rat und Hilfe – und bekommen sie. »Eigentlich sind wir als Stadt dann nicht mehr zuständig. Aber gerade durch die Anerkennung kommen meist ganz neue Fragen und Probleme auf. Denn dann müssen die Menschen zum Beispiel eine eigene Wohnung finden, was ausgesprochen schwierig ist. Also helfen wir auch diesen Menschen weiter«, sagt er. Jeden Tag bietet Mustafa Haroglu Sprechstunden im Treffpunkt an – montags, mittwochs, donnerstags und freitags von 8.30 bis 12.30 Uhr, dienstags sogar von 8.30 bis 17 Uhr. Der Flüchtlingsberater spricht Türkisch, Kurdisch und etwas Serbokroatisch. Die für die Flüchtlingsunterkünfte zuständigen Hausmeister können mit Arabisch aushelfen.

Natürlich steht für die hier lebenden Flüchtlinge das Erlernen der deutschen Sprache ganz oben an. Insbesondere für Frauen in Elternzeit ist es aber oft schwierig, regelmäßig einen Deutschkursus zu besuchen. Für sie bietet Afaka Tamo, die selbst mit ihrer Familie aus Syrien geflüchtet ist, dreimal in der Woche einen Deutsch- und Alphabetisierungskursus im Treffpunkt Grenzenlos an. Regelmäßig gibt es auch Veranstaltungen im Rahmen des Projektes »Migranten für Migranten«: Dann geht es in Vorträgen und Workshops etwa um Gewaltprävention, Frauenrechte und Frauengesundheit – auch auf Persisch und Arabisch. Auf Anregung von Afaka Tamo wird es demnächst noch ein neues Angebot geben: Nähtreff.

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