Partnerschaftsbeauftragter Frithjof Meißner hängt noch ein Jahr dran Delphos-Gäste kommen 2018

Verl (WB/jst). Nach dem Delphos-Trip im Mai sollte eigentlich Schluss sein. Nach fast 20 Jahren. Jetzt bleibt der Partnerschaftsbeauftragte dem Heimatverein aber doch noch ein weiteres Jahr erhalten. Für 2018 hat sich nämlich eine Gruppe aus dem US-Staat Ohio angekündigt. Für Frithjof Meißner ist es eine Ehrensache, für die Delphos-Gäste den Verl-Aufenthalt mit anschließender Deutschland-Tour zu planen.

Der gebürtige Verler Johann Otto Bredeick hat einst die Stadt Delphos im US-Bundesstaat Ohio gegründet. Heute ist es Verls Partnerstadt. Zu den Nachkommen gehören auch die beiden Cousinen Brigitte Schultz (links, mit Ehemann Norbert) und Christine Meißner (rechts, mit Ehemann Frithjof). Sie haben des Bredeick-Grab während eines Delphos-Trips mit einer Verler Delegation im Mai besucht.
Der gebürtige Verler Johann Otto Bredeick hat einst die Stadt Delphos im US-Bundesstaat Ohio gegründet. Heute ist es Verls Partnerstadt. Zu den Nachkommen gehören auch die beiden Cousinen Brigitte Schultz (links, mit Ehemann Norbert) und Christine Meißner (rechts, mit Ehemann Frithjof). Sie haben des Bredeick-Grab während eines Delphos-Trips mit einer Verler Delegation im Mai besucht.

»Überfall« in Delphos

Eine Absage Meißners (61) kam auch eigentlich gar nicht in Frage. Zu groß war der Personenkreis, zu feierlich der Rahmen, in dem Verls Bürgermeister Michael Esken den langjährigen Partnerschaftsbeauftragten »überfiel«. Während eines offiziellen Teils des Besuchs einer Verler Delegation in Delphos bat Esken den 61-Jährigen um die Verlängerung für ein Jahr.

Gastfamilien gesucht

Untergebracht werden die Gäste aus den Staaten wieder in Gastfamilien. »Eine sehr wichtige Erfahrung«, weiß Frithjof Meißner. Gesucht werden schon jetzt Familien, die während des fünftägigen Aufenthaltes in Verl ein, zwei oder mehrere Gäste aufnehmen wollen. Sie können sich im Rathaus bei Elke Hänel melden, unter Tel. 05246/961103 oder per E-Mail an elke.haenel@verl.de.

USA-Gäste kommen früher als gedacht

Zuvor hatten die Gastgeber angekündigt, bereits im kommenden Jahr zu einem erneuten Gegenbesuch aufzubrechen. Normalerweise liegen zwischen den gegenseitigen Besuchen immer drei Jahre. In Verl planten die Verantwortlichen der also erst für das Jahr 2020 mit einem Besuch. Allerdings war der jüngste Trip der Verler insgesamt zweimal verschoben worden. 2015 sollte es ursprünglich in die USA gehen. Also steht für die Gastgeber 2018 turnusmäßig der Verl-Besuch an. Und daran will Delphos’ Partnerschaftsbeauftragter Rick Hanser festhalten.

»Amis« wollen mit den Schützen feiern

Für die Planung bleibt demnach nicht sehr viel Zeit. »Ist doch klar, dass ich das dann mache«, sagte Frithjof Meißner. Danach sei dann aber wirklich Schluss für den pensionierten Pädagogen. Daher werde er in den kommenden Wochen und Monaten auch von mehreren Personen unterstützt. »Im besten Fall führen sie die Arbeit danach selbstständig fort«, so Meißner, der schon den Termin für die Ankunft der Gäste verrät: 28. oder 29. Juni. Damit erfüllen die Verler den Verantwortlichen aus Delphos ei­nen wichtigen Wunsch. »Sie wollen ein Schützenfest erleben«, so Meißner. Am Wochenende 30. Juni/1. Juli feiert Verls St.-Hubertus-Gilde ihr dreitägiges Fest. Danach brechen die »Amis« mit Verler Begleitung zu einer Tour auf. Auf der Wunschliste ganz oben stehen typische Touristenziele – darunter Schloss Neuschwanstein, Heidelberg oder München. Meißner will den Gästen aber auch eine attraktive Tour in den Norden Deutschlands mit Stationen in Berlin, Weimar oder Lübeck anbieten.

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