Bilder sollen verwaiste Ladenlokale zeitweise aufhübschen Fotos statt leerer Schaufenster

Verl (WB). Leere Ladenlokale sind für das Stadtbild nicht gerade vorteilhaft. Trotzdem gibt es sie immer wieder – auch in Verl. Gegen diesen trostlosen Anblick haben Maik Westerwalbesloh (33) und Dirk Künne (33) in Kooperation mit der Stadt und der Werbegemeinschaft etwas unternommen. Sie machen die Schaufenster zu ihrem Atelier.

Von Jan Gruhn
Die Bilder von Dirk Künne (links) und Maik Westerwalbesloh sollen leer stehende Schaufenster aufhübschen. Zurzeit hängen die Fotos der beiden 33-Jährigen in vier verwaisten Ladenlokalen – unter anderem hier an der Gütersloher Straße 22.
Die Bilder von Dirk Künne (links) und Maik Westerwalbesloh sollen leer stehende Schaufenster aufhübschen. Zurzeit hängen die Fotos der beiden 33-Jährigen in vier verwaisten Ladenlokalen – unter anderem hier an der Gütersloher Straße 22. Foto: Jan Gruhn

Zugegeben: Als Fotograf Künne und Optiker Westerwalbesloh, leidenschaftlicher Hobbyfotograf, vor gut eineinhalb Monaten die Idee kam, seien es noch deutlich mehr Leerstände in der Verler Innenstadt gewesen, so die Initiatoren. Doch auch wenn künftig mal wieder ein Lokal verwaist ist, können die beiden 33-Jährigen aushelfen.

30 Bilder im Grundstock

Die Idee: Solange kein neuer Mieter gefunden ist, können Eigentümer sich einige der insgesamt 30 großformatigen Fotos in die Schaufenster hängen lassen. Das verschönert das Ortsbild – und kostet nichts. Ist ein Nachmieter gefunden, werden die Bilder wieder abgehängt und im Geschäft Pro Optik eingelagert.

»Wir machen hier ein bisschen Kunst im Schaufenster«, erklärt Westerwalbesloh, der als Mitglied mit der Idee an die Verler Werbegemeinschaft herangetreten ist. Sowohl dort als auch im Rathaus war man von der Idee angetan. Seien anfangs noch etwa 50 bis 60 Bilder als Grundstock vorgesehen, so erklärt es Patrick Losch vom Stadtmarketing, habe man angesichts der guten Entwicklung die Zahl reduziert.

Ziel bleibt aber: Leerstände vermeiden

»Unsere Aufgabe ist es natürlich, die Künstler langfristig arbeitslos zu machen«, ulkt Bürgermeister Michael Esken am Donnerstag zum Auftakt der Aktion, die zunächst ein Jahr lang laufen soll.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie am Freitag, 19. Mai, im WESTFALEN-BLATT, Lokalteil Verl.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.