Mehr als 200 Besucher bei Auferstehungsmesse auf dem Friedhof in Verl Singen unter freiem Himmel macht Freude

Verl (WB/ibe). Der Friedhof ist nicht nur ein Ort der Toten. »Tote sind nicht tot«, sagt Pfarrer Karl-Josef Auris in der Auferstehungsmesse. Erstmals findet am dritten Sonntag nach Ostern auf dem katholischen St.-Anna-Friedhof ein Freiluftgottesdienst mit dem Thema Auferstehung statt.

Die Resonanz ist enorm: Mehr als 200 Gemeindemitglieder kommen am Sonntag auf den St.-Anna-Friedhof, um die Messe mit Pfarrer Karl-Josef Auris zu besuchen.
Die Resonanz ist enorm: Mehr als 200 Gemeindemitglieder kommen am Sonntag auf den St.-Anna-Friedhof, um die Messe mit Pfarrer Karl-Josef Auris zu besuchen. Foto: Renate Ibeler

Die Idee von Pfarrer Auris und dem Pfarrgemeinderat kommt gut an. Mehr als 200 Gläubige nehmen auf den Bänken Platz, das Wetter kann besser nicht sein. Die Organisatoren haben am »Quellstein« auf dem neuen Teil des Friedhofs Bänke und Stühle aufgestellt, ei­nen Altar aufgebaut und Mikrofone installiert.

Zelebriert wird die Messe von Pfarrer Karl-Josef Auris und Diakon Wolfgang Schinke. Die Predigt hält Lektorin Barbara Kynast. Das Thema: »Was geschieht mit mir nach dem Tod? Woher komme ich, wohin gehe ich?« Die Gläubigen hören der Rednerin mit Interesse zu. Sie trifft mit ihren Zwischenfragen wie »Soll das alles gewesen sein?« direkt in die Seele der Zuhörer. Sie finden sich alle in den vielen Fragen des Geheimnisses Leben wieder. Barbara Kynast zitiert auch Sänger Herbert Grönemeyer und dessen Song »Dort und hier«, in dem es heißt: »Ist jemand da, wenn dein Flügel bricht. Der ihn für dich schient, der dich beschützt.«

Musikalisch begleitet wird der Gottesdienst vom Verler Musikverein un­ter der Leitung von Dietmar Kay. Die Gemeinde singt Lieder wie »Christ ist erstanden«, »Ein Haus voll Glorie schaut« oder »Segne du Maria, segne mich Dein Kind«. Das gemeinsame Singen unter freiem Himmel macht den Gläubigen viel Freude. »Das Haus Gottes hat viele verschiedene Wohnungen, so wie es viele verschiedene Menschen gibt«, sagt Pfarrer Auris. Gott sei Liebe und ermuntere zum Leben.

Der Geistliche bedankt sich mit einer eigens angefertigten Osterkerze bei Barbara Kynast. Ihre Predigt berührt an diesem Tag viele Herzen der Gläubigen und der Friedhof erhält für viele Besucher eine andere Bedeutung. Er ist plötzlich nicht nur ein Ort der Toten, sondern Ort der Lebenden.

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