Neubaugebiet in Brockhagen: Bauausschuss gibt grünes Licht für die ersten Tiefbauarbeiten
Riegestraße: Erschließung kann beginnen

Steinhagen-Brockhagen -

Grünes Licht für die ersten Tiefbauarbeiten im Baugebiet „Östlich Riegestraße“ in Brockhagen: Einstimmig votierten die Mitglieder des Bauausschusses am Donnerstagabend für die Erschließung nach den Plänen des Gütersloher Ingenieurbüros Röver. Zuvor hatte es einige Unsicherheit bei den Ausschussmitgliedern gegeben, was die künftige Regenwasser-Versickerung betrifft.

Freitag, 04.12.2020, 19:12 Uhr
Auf dem 2,1 Hektar großen Areal zwischen Riegestraße und Kölkebecker Straße in Brockhagen sollen bald 22 Bauplätze zur Verfügung stehen. Foto: Volker Hagemann

 

Wie und wo kann das Regenwasser versickern? Welche Auswirkungen würde das auf die Umwelt haben? Dazu gab Fachmann Ralf Düspohl vom Büro Röver Auskunft. Denn die Ausschreibung für die Erschließung soll bereits im Januar beginnen; als erstes sollen die Entwässerungsanlagen inklusive einer Regenwasserrückhaltung und die Baustraße einschließlich der Straßenbeleuchtung hergestellt werden. Details zu den Straßenlampen müssen allerdings noch mit den Gemeindewerken abgestimmt werden. Für die Errichtung von Kanal und Baustraßen (Fertigstellung voraussichtlich im Oktober 2021) werden etwa 650.000 Euro Kosten veranschlagt.

Wie berichtet, stehen im Planungsgebiet 22 Bauplätze zur Verfügung. Hier sollen 13 Einfamilienhäuser, sechs Doppelhaushälften und drei Mehrfamilienhäuser entstehen.

Die 2,1 Hektar große Fläche hat ein Gefälle mit einem Höhenunterschied von 1,50 Metern. In Sachen Regenwasser-Versickerung nannte Ralf Düspohl auch die Feuchtwiese zwischen Kölkebecker und Sandforther Straße. Sie scheidet dafür allerdings aus Naturschutzgründen aus. Denn eine direkte Einleitung von Regen als Abwasser in ein Gewässer wird nur dann genehmigt, wenn es nachweislich schadlos erfolgt.

Stattdessen ist nun ein unterirdisches Drosselbauwerk – eine unterirdische Retention – geplant, dazu im nördlichen Bereich ein flaches Becken mit maximal 30 Zentimetern Aufstau-Möglichkeit, wie Düspohl erläuterte. Diese Rückhaltung ermöglicht bei Starkregen eine zeitlich verzögerte Abgabe in die öffentliche Kanalisation, um so eine Überlastung zu vermeiden. Die Sorge mancher Ausschussmitglieder: „Könnte ein unterirdischer Speicher möglicherweise Baumwurzeln beschädigen?“, fragte etwa Roland Albersmann (SPD). „Eher nicht, wir richten uns beim Einbau nach dem Kronendurchmesser der bestehenden Bäume“, erklärte Ralf Düspohl.

Fraktionsübergreifend baten die Ausschussmitglieder generell darum, solche technischen Informationen künftig noch eher zur Verfügung gestellt zu bekommen, um ihre Entscheidung besser vorbereiten zu können.

 

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