Ausschuss für Klima und Umwelt in Steinhagen ist sich über eine wichtige Leitlinie einig
Klimaschutzkonzept wird neu aufgelegt

Steinhagen -

Erste Sitzung des neugegründete Ausschusses für Klima und Umwelt, und gleich ein großer Konsens: Das Klimaschutzkonzept der Gemeinde Steinhagen soll fortgeschrieben werden. Das meint konkret eine komplette Überarbeitung und eine Formulierung neuer Inhalte. Von seiner Bedeutung und Tragweite her ist das Konzept nicht zu unterschätzen – ist es doch der Leitfaden sowohl für den Fachausschuss als auch für die Arbeit der Stabsstelle Klimaschutzmanagement.

Mittwoch, 02.12.2020, 18:27 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 18:30 Uhr

 

Zumal, wenn die Fraktionen ihre Ziele formulieren. „Uns ist wichtig, dass wir deutlich schneller arbeiten als bisher und Klimaneutralität deutlich vor 2050 erreichen“, sagte Ralf Lindert (Grüne). „Wir als CDU setzen uns für ein ambitioniertes Klimaschutzkonzept ein. Ein ‚Weiter so‘ soll es nicht geben“, betonte auch CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Mechthild Frentrup.

Deshalb hatte die CDU zwei Anträge formuliert. Zum einen soll die CO2-Ersparnis bei allen Maßnahmen im Klimaschutzkonzept benannt werden. CDU-Ratsdame Dr. Birgit Lutzer wünscht sich das als Controllinginstrument, um die Effizienz bestimmter Maßnahmen für die CO2-Reduzierung feststellen und gegebenenfalls nachsteuern zu können.

Diese Werte weist der Klimabericht teilweise bereits auf, nicht alle Maßnahmen können aber auch konkret beziffert werden. Ein externer Fachmann soll nun in den Ausschuss eingeladen werden, um überhaupt zu erläutern, wie Werte ermittelt werden. Klimaschutzmanagerin Marianne Vaske machte aber auch deutlich: „Eine detaillierte CO2-Bilanz können wir mit eigenen Kräften gar nicht erstellen.“

Zum anderen möchte die CDU eine Neuauflage des Klimaschutzkonzeptes. Das jetzige Konzept stamme von 2011, seine Endfassung von 2014, die statistischen Daten zumeist ebenfalls von 2011, kritisiert die CDU. Vieles habe sich seitdem verändert in Steinhagen.

Das sieht die Verwaltung ebenso: Das Klimaschutzmanagement hat bereits die Fortschreibung im Blick. Nicht nur, weil ein Großteil der damals formulierten 80 Maßnahmen – plus 20 aus dem Klimakonzept für das Gewerbegebiet Brockhagen – abgearbeitet sind. Anderes hingegen ist damals noch gar nicht oder nicht in dem Maße berücksichtigt worden: „Gerade, was das Handlungsfeld der Klimafolgenanpassung angeht“, sagte Klimaschutzmanagerin Gabriele Siepen. 10.000 Euro hat die Gemeinde für die Erarbeitung eines neuen Konzepts bereits in den Haushaltsplanentwurf für 2021 geschrieben.

„Ein neues Klimaschutzkonzept ist doch eigentlich Konsens aus den bisherigen Gesprächen“, sagte Ausschuss-Vorsitzender Detlef Gohr (Grüne). Das aber wollte Karl-Heinz Diekmann (FDP) so nicht stehen lassen: „Brauchen wir ein neues Klimaschutz-Konzept? Warum?“, fragte er mit Verweis auf die 2014 formulierten Ziele wie die Schaffung der Klimaneutralität: „Es gibt keine Hinweise, dass Ziele über dieses Konzept nicht erreicht werden können.“ Dem widersprach Ralf Lindert: „Das jetzige Konzept reicht nicht aus, um unsere Umwelt zu schützen.“

Eine Abstimmung gab es – bei allem Konsens – am Ende nicht. Weil sie sich mit der Planung der Gemeinde überschnitten haben, sind die Anträge der CDU nämlich hinfällig und wurden der Formalität halber zurückgezogen. Den Auftrag hingegen nimmt die Gemeinde mit, versicherte Bürgermeisterin Sarah Süß. Experten werden eingeladen, die Nutzung von Daten aus dem Klimaschutzkonzept des Kreises abgeklärt.

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