Steinhagener Bibliothek und Gleichstellungsstelle haben Krimi-Autorin Eva Almstädt eingeladen
Mit Pia Korittki auf Verbrecherjagd

Steinhagen  (WB/anb). Pia Korittki ist Kriminalkommissarin bei der Mordkommission in Lübeck, Polizistin mit Leib und Seele, alleinerziehende Mutter – und die Hauptfigur in Eva Almstädts „Ostsee“-Krimireihe. Job und Familie unter einen Hut zu bringen, fällt der fiktionalen Polizistin manchmal ganz schön schwer.

Mittwoch, 09.09.2020, 03:06 Uhr aktualisiert: 09.09.2020, 03:50 Uhr
Gemeindebibliothekarin Manuela Heinig (links) und Gleichstellungsbeauftragte Bettina Ruks freuen sich auf Eva Almstädt, deren Romane in der Bibliothek ausleihbar sind.

Aber davon können ja viele Mütter auch im „echten“ Leben ein Lied singen. Deshalb haben Steinhagens Gleichstellungsbeauftragte Bettina Ruks gemeinsam mit Gemeindebibliothekarin Manuela Heinig die Krimiautorin Eva Almstädt eingeladen. Am Donnerstag, 24. September, 19.30 Uhr liest sie in der Gemeindebibliothek aus ihren beiden aktuellen Pia-Korittki-Krimis: „Ostseemorde“ und „Ostseegruft“ heißen sie.

Eigentlich war die Lesung schon für April geplant. Coronabedingt fiel sie damals aus. Nun wird sie nachgeholt, aber wegen der Pandemie-Maßgaben in etwas kleinerem Rahmen. Nur etwa 25 bis 30 Plätze wird es in der Gemeindebibliothek am Kirchplatz 26a geben können.

Eintrittskarten nur mit Anmeldung

Eintrittskarten sind nur mit Anmeldung erhältlich. Am besten per Email unter gemeindebibliothek@steinhagen.de oder telefonisch unter 05204/997160 vorbestellen und die Karten zu den Öffnungszeiten der Bibliothek abholen. Eine Abendkasse wird es nicht geben – dafür eine feste Sitzplatz-Zuordnung. Auch der Getränkeausschank fällt diesmal weg.

Diese Kooperation zwischen Gemeindebibliothek und Gleichstellungsstelle ist nicht die erste. Bereits die Lesung mit „Winterhonig“-Autorin Daniela Ohms 2018 war eine Zusammenarbeit. Doch nach dem schweren Stoff um eine Liebe in einer grausamen Zeit, hatte Bettina Ruks diesmal Leichteres im Sinn: „Wir wollen nicht immer tiefe Problematiken ansprechen, sondern mal hochwertige Unterhaltungsliteratur bieten“, sagt die Gleichstellungsbeauftragte, die selbst Fan der Almstädt-Krimis ist. Natürlich ist in ihrem beruflichen Alltag die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ebenso wie die berufstätige Frau häufig genug Thema – meist natürlich fachlich nüchtern. Als Roman, das ist mal eine etwas andere Herangehensweise für die Gleichstellungsstelle.

Krimis sind gut nachgefragt

Nicht so sehr für die Gemeindebibliothek. Krimis werden gut nachgefragt, und auch die Almstädt-Ostsee-Reihe ist in den Regalen am Kirchplatz verfügbar. Eine Frau als Kommissarin – ist das ungewöhnlich in der Literatur? „Heute eigentlich nicht mehr“, sagt Manuela Heinig. Aber 2004, als Eva Almstädt den ersten Teil schrieb, da war das noch etwas anders. Und auch die Lebenssituation der Protagonistin, die in ihrem Beruf aufgeht und mitunter gefährliche Situationen bestehen muss, hat sich im Verlauf von inzwischen 15 Bänden erheblich verändert: Inzwischen ist ihr Sohn Felix schon im Heranwachsenden-Alter. Auch für ihn geht die Mutter auf Verbrecherjagd, schließlich ist es ihr Anliegen, das Land an der Küste noch ein Stück sicherer zu machen.

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