Sieben Rettungsschwimmer der DLRG Steinhagen haben wieder Strände bewacht
„Baywatch“ an der Ostsee

Steinhagen (WB). Alles ist dieses Jahr anders, so auch der Wachdienst. Sechs Rettungsschwimmer der DLRG-Ortsgruppe Steinhagen haben ehrenamtlich ihre freie Zeit in den Sommerferien an verschiedenen Stationen an der Ostsee verbracht, um dort für die Sicherheit der Badegäste zu sorgen.

Donnerstag, 03.09.2020, 05:30 Uhr
Das DLRG-„Baywatch“-Team in Schönbeg an der Ostsee: Dort war Teresa Knoke aus Steinhagen im Dienst. Corona hat auch für die Rettungsschwimmer viel verändert, angefangen bei Masken bis hin zu Einschränkungen in den Räumlichkeiten der Unterkünfte. Foto: DLRG Steinhagen

Teresa Knoke, die auch dieses Jahr wieder am Schönberger Strand ihren Wachdienst verbrachte, war schon eine Woche vor dem erneuten Lockdown in Gütersloh nach Schleswig-Holstein eingereist. So brauchte sie sich keine Sorgen um einen nötigen Coronatest oder eine 14-tägige Quarantäne machen. Sie war als stellvertretende Wachleiterin eingeteilt und führte ein Team von zwölf Rettungsschwimmern.

Lockdown sorgt für Verzögerung

Lasse Schiller und Elias Boehm hatten bei ihrer Reise zum Timmendorfer Strand schon mit mehr Hürden zu kämpfen. Sie hatten zwar beide ein negatives Testergebnis vorzuweisen, das war allerdings bei Abfahrt älter als die vorgeschriebenen maximalen 48 Stunden. Davon lässt sich ein echter Wachgänger aber nicht abhalten. Also noch einmal auf zum Arzt und einen neuen Test gemacht!

Mit einem Tag Verspätung und einem gültigen negativen Testergebnis konnte es für die beiden am 28. Juni los gehen. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Scharbeutz, wo noch Unterstützung benötigt wurde, sorgten die beiden vom 29. Juni bis zum 11. Juli am Timmendorfer Strand für die Sicherheit der Gäste. Die Unterkunft in Timmendorf wurde dieses Jahr komplett neu errichtet, und es herrschte ein strenges Einbahnstraßensystem.

Verletzten Kite-Surfer versorgt

Magnus Knüppel und Fabian Tente konnten, da die beiden in Bielefeld wohnen, die Test-Regelung für Personen aus dem Kreis Gütersloh umgehen. So ging es für beide am frühen Morgen des 27. Juni los in Richtung Pelzerhaken. Für Magnus und Fabian war es nicht das erste Mal in der Wachstation an der Neustädter Bucht. Geplant waren 23 Rettungsschwimmer, auf Grund von Corona musste die Besatzung auf zwölf minimiert werden. Dies bedeutete natürlich mehr Einsatz und ein noch wachsameres Auge. Ein verletzter Kite-Surfer musste versorgt und an den RTW übergeben werden. Ansonsten verliefen die drei Wochen relativ ruhig.

Ronja Neudecker und Annika Maasch fuhren in der Ferienmitte an den Schönberger Strand. Zu diesem Zeitpunkt herrschte kein Lockdown mehr im Kreis Gütersloh, und viele Corona-Regelungen konnten bereits optimiert werden. Auch sie verbrachten eine eher ruhige Wachwoche bei viel Sonnenschein und kleineren Einsätzen. Beide freuen sich schon auf nächstes Jahr mit hoffentlich wieder normalen Bedingungen.

„Für all unsere Wachgänger waren die neuen Regelungen aufgrund der Corona-Pandemie eine Umstellung“, sagt Pressewartin Teresa Knoke: „Einzelzimmer statt der beliebten Doppel- oder Mehrbettzimmer, eingeschränkte Nutzung der Räumlichkeiten und besondere Hygienemaßnahmen auf der Wache sind auch für alte Hasen etwas Neues.“ Maskenpflicht, Abstandsregelungen, aufgeteilte Essenszeiten sind nur wenige Beispiele der Corona-Regelungen für Rettungsschwimmer. Dennoch: „Alles in allem war es aber für alle eine schöne und zum Glück auch ruhige Zeit unter diesen besonderen Umständen.“

Wieder im Hallenbad

Umso mehr freuen sich die DLRG-Schwimmer, dass nun der Übungsbetrieb im Steinhagener Hallenbad wieder aufgenommen werden kann. Die Zahl der Schwimmer im Hallenbad ist allerdings begrenzt. „Daher starten wir mit kleinen Gruppen und zu etwas anderen Zeiten. Für alle Mitglieder ist es zwingend notwendig, sich über unsere Homepage zum jeweiligen Kurs anzumelden“, sagt Teresa Knoke und weist auf die aktuellen Informationen auf der Homepage unter www.steinhagen.dlrg.de hin. „Neue Mitglieder, beispielsweise für Seepferdchenkurse, können wir aktuell aufgrund der geringen Kapazitäten, leider nicht aufnehmen“, sagt sie.

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