Bürgerkomitee geht neue Wege der Hilfe
Essenspakete statt Schulspeisung

Steinhagen  (WB/anb). Wie Entwicklungshilfe in Zeiten von Corona aussieht, das zeigt Heike Kunter, Vorsitzende des Steinhagener Gemeinde-Bürgerkomitees, jetzt den Mitgliedern am Beispiel der St. Martin’s School in Kibagare, einem der Slums in Nairobi, Kenia.

Sonntag, 09.08.2020, 05:18 Uhr aktualisiert: 09.08.2020, 05:30 Uhr
Mit Abstand stehen die Jugendlichen mit ihren Paketen vor dem Kibagare Center. Foto: WB

Eine Nothilfespende von 1000 Euro haben die Steinhagener Unterstützer zur Linderung der Hungersnot dorthin geschickt. „Ein großer Teil dieser Spende kam von der Gruppe „Die Rad(t)geber‘, die mit Erlösen aus der Fahrradwerkstatt schon seit mehreren Jahren unsere Arbeit unterstützen“, so Heike Kunter.

Die Not in den Slums von Nairobi sei immer schon sehr groß gewesen, sagt sie weiter. „Deshalb gab es schon seit Jahren jeden Samstagmittag eine Speisung für Kinder aus dem angrenzenden Slum. Dicht gedrängt standen sie Schlange vor der Ausgabe. Oft aßen die Kinder nur einen Teil und nahmen den Rest für die kleinen Geschwister oder die Familie mit“, so Kunter.

87 Pakete sind eine große Hilfe für die Familien

Corona hätten diese Essensausgabe unmöglich gemacht, sagt sie weiter. Neue Wege hätten gefunden werden müssen. Zusätzlich seien die Nahrungsmittel knapper und damit teurer geworden. Schwester Emmah, die Leiterin vom Kibagare Good News Center, bat daher das Bürgerkomitee um Hilfe, damit Essenspakete für die Familie gepackt und verteilt werden konnten. „Dieser Bitte kamen wir gern nach. Die Abrechnung der Spende weist aus, dass 87 Pakete gepackt und verteilt werden konnten. Sicher ist diese Verteilaktion nur ein relativ kleiner Beitrag zur Linderung der großen Not, doch sichert er 87 Familien das Überleben in dieser schwierigen Zeit“ sagt Heike Kunter und dankt den Spendern.

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