Estrich zu spät: Das Lehrerzimmer der Realschule bis Ferienende vielleicht nicht fertig
Verzögerung beim Umbau

Steinhagen  (WB). Wo sich sonst Bücher, Unterrichtsmaterialien und allerlei weitere Utensilien auf den Tischen stapeln, wo meterlange Schließfächerschränke die Wände einnehmen und an PC-Plätzen gearbeitet wird, herrscht jetzt – Leere. Die Lehrer haben ihr Terrain geräumt, die Handwerker haben übernommen. Denn das Lehrerzimmer der Realschule wird in diesen Ferien umgebaut. Und das ist keine kleine Maßnahme, sondern ein 200.000-Euro-Projekt – obwohl es schon um fast die Hälfte abgespeckt worden ist.

Dienstag, 04.08.2020, 03:10 Uhr aktualisiert: 04.08.2020, 05:03 Uhr
Der Umbau des Lehrerzimmers der Realschule ist in vollem Gang: (von links) Gebäudemanager Sebastian Klopfer, Schulamtsleiterin Gabi Schneegaß und Bauleiter Bernd Hildebrand. Der Plan zeigt den alten, jetzt zusammengestrichenen Entwurf.      Foto: Bluhm-Weinhold

Zwar enden in der kommenden Woche die Schulferien, dennoch müssen sich die Lehrer noch eine Weile mit anderen Räumen begnügen. „Es ist unrealistisch, dass die Arbeiten rechtzeitig fertig werden“, sagte Sebastian Klopfer, Gebäudemanager der Gemeinde. Der Grund: eine erhebliche Verzögerung beim Estrich. Dieser wurde zwar nur auf 25 Quadratmetern gebraucht – ein Klacks, sollte man denken, bei einer Gesamt-Umbaufläche von 250 Quadratmetern. Trotzdem: Die Tage bis zum Ferienende sind gezählt, und da hat auch der 48-Stunden-Schnellzementestrich, der schließlich am vergangenen Mittwoch verlegt wurde, nicht mehr alles rausreißen können.

Kosten gedeckelt

Der Umbau des Lehrerzimmers ist ohnehin ein Projekt, das es in sich hat. Er war lange überfällig, denn grundlegend ist das Lehrerzimmer noch nie saniert worden. Vor allem aber waren es bis jetzt zwei Lehrerzimmer – das der Realschule und das der früheren Hauptschule. Doch zunächst drohten die Kosten davonzulaufen, statt der zunächst veranschlagten 198.000 Euro waren es nach der Ausschreibung 380.000. Die Politik deckelte schließlich auf 200.000 Euro . Das ausführende Architekturbüro Stüwe, die Verwaltung und die Lehrer mögen sich Gedanken machen, was eingespart werden könne, hieß es.

Das haben sie getan. „Alle baulichen Veränderungen nehmen wir jetzt vor. Auf neues Mobiliar und neue Beleuchtung müssen wir erst einmal verzichten“, sagte Schulamtsleiterin Gabi Schneegaß. Das heißt, dass erst einmal Wände herausgerissen wurden, um einen großen Raum zu schaffen und dass ein neuer Wasseranschluss für eine Kücheninsel in der Mitte – zugleich als Kommunikationsinsel gedacht – verlegt werden musste. Der innenliegende Besprechungsraum erhielt Fenster. Malerarbeiten standen an. Etwas reduziert sind auch neue PC-Arbeitsplätze geschaffen worden. „Auf Dauer werden sie wohl ohnehin überflüssig, weil mit Laptops und Tablets gearbeitet wird“, sagt Sebastian Klopfer.

LED-Beleuchtung dringend nötig

Der neue Bodenbelag kommt schließlich in dieser Woche – pflegeleichtes Linoleum in grauer Betonoptik. Für nächsten Montag ist dann auch die Kücheninsel angekündigt, wie Bauleiter Bernd Hildebrand vom Architekturbüro Stüwe in Bielefeld sagt: „Diese kann auch bei laufenden Betrieb eingebaut werden.“ Hildebrand ist „vorsichtig optimistisch“, wie er sagte, dass es doch noch etwas mit der punktgenauen Landung werden könnte.

Gerne hätte Gabi Schneegaß auch noch die Neugestaltung der Decke erledigt gesehen. Denn so sind es mehrere verschiedene Deckenstrukturen, die auf die einstmals unterschiedlichen Räume zurückzuführen sind. „Doch das war im Kostenrahmen nicht mehr drin.“

Worauf auch erst einmal verzichtet werden muss, sind die so genannten Cubes, sesselähnliche, relativ umschlossene Plätze zum ruhigen Arbeiten. Was aus Sicht der Schulleiterin hingegen dringend kommen muss: „Die LED-Beleuchtung. Dabei gilt unser Blick der ganzen Schule“, sagt sie. Letztlich soll auch das auf Dauer der Kostenreduzierung dienen.

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