CDU Steinhagen begibt sich auf Spurensuche im und ums Café in der Patthorst
Der Hexenbrink – aus Sand gebaut

Steinhagen (WB). Das „Kaffee Hexenbrink“ hat eine spannende Geschichte. Und auch zu Wirtschaftsthemen können Gastronom Eckhard Brinkmann und seine Schwester Silke als Hofladenbetreiberin viel sagen. Anette Laupichler und Axel König von der CDU Steinhagen trafen die Geschwister.

Montag, 03.08.2020, 05:00 Uhr
Ein passender Hingucker im Café: Die Brunnen-Hexe besteht aus Sandstein und wurde vor über zehn Jahren von einem Ascheloher Landwirt gestaltet. Von links: Anette Laupichler, Eckhard Brinkmann und Axel König. Foto: CDU Steinhagen

Das urige, aus Sandstein gebaute Bauerncafé und der kleine Laden mitten in der Patthorst sind am Wochenende Publikumsmagneten. Dort, wo sich jetzt die Gäste tummeln, sah es vor 60 Jahren ganz anders aus. Und damit hängt auch der Name des Cafés zusammen, erläutert Besitzer Eckhard Brinkmann: „Es gehört ins Reich der Legenden, dass an dieser Stelle mal Hexen verbrannt wurden. Hexenbrink war der Name eines Sandbergs in der Nähe.“ Dieser sei für die Umleitung der Patthorster Straße 1960 abgetragen und verwertet worden. Er zeigt aufs Kürbisfeld hinter dem Hof und Teile der Terrasse: „Genau hier verlief die alte Patthorster Straße.“

Kombination aus Gastronomie und Einzelhandel

Die Kombination aus Gastronomie und Einzelhandel im Hexenbrink kommt gut an. Doch Corona hat auch dort Spuren hinterlassen, sagt Brinkmann: „Es ist ein steiniger Weg mit den vielen Vorschriften. Inzwischen können wir im Restaurantbereich alles fast wie gewohnt anbieten.“ Bessere Möglichkeiten für Betriebe wünsche er sich im Online-Bereich: „Wenn es neben dem einfachen Finden von Informationen die Möglichkeit gäbe, eigene Angebote einzustellen, wäre das prima.“ Er denke dabei an ein Portal oder eine App.

Silke Brinkmann ist aus gesundheitlichen Gründen von der Maskenpflicht befreit. Sie berichtet, in ihrem Geschäft seien die Umsätze durch Corona zurückgegangen: „Die Leute sitzen gut gelaunt im Restaurant-Außenbereich, weil sie die Masken an die Seite legen können. Wollen sie in meinen Laden, müssen sie sie aufsetzen. Da bleiben viele vor der Tür.“ Deshalb präsentiere sie so viele Waren wie möglich auf dem Innenhof.

Viele Zutaten stammen aus dem eigenen Garten

Beim Rundgang mit den CDU-Gästen durch den großen Garten hinter dem Hof erfahren diese, dass dort ohne Chemie gleichzeitig für Restaurant und Laden produziert wird. Vier Bienenvölker, die von einem Imker betreut werden, liefern kostbaren Honig. Silke Brinkmann hält einen Blumenstrauß hoch. „Daraus entstehen Trockengebinde. Das Gemüse wie Kürbisse, Kohlrabi, Radieschen und Tomaten landet im Kochtopf oder in der Salatschüssel.“ Auch Koch Klaus Lukarsch freut sich über die frischen Zutaten: „Daraus lässt sich Leckeres für fast alle Geschmäcker zaubern.“

Die beiden CDU-Mitglieder sind sehr zufrieden mit ihrem Hexenbrink-Besuch. „Für uns als Partei ist es wichtig, direkt mit den Menschen zu sprechen, statt ihnen etwas überzustülpen“, sagt Axel König. Anette Laupichler betont, gerade kleine Firmen seien oft besonders stark durch Corona gebeutelt. „Als Partei suchen wir mit ihnen den Kontakt, damit wir sie gezielt unterstützen können. Die Anregung von Eckhard Brinkmann, dass digitale Informationen besser aufbereitet werden sollten, nehmen wir auf.“

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