Steinhagener SPD geht mit Bürgermeisterkandidatin Sarah Süß und Selbstvertrauen in Wahlkampf
„Wir sind hier eine Volkspartei“

Steinhagen  (WB). Die Ziele der Steinhagener SPD für die Kommunalwahl am 13. September fasste Ortsvereinsvorsitzender Heiko Hartleif knapp zusammen: „Sarah Süß wird Bürgermeisterin, die SPD wieder die stärkste Fraktion. An uns führt im Gemeinderat kein Weg vorbei“, sagte er am Dienstagabend bei der Wahlversammlung in der Aula des Schulzentrums und betonte vor einem coronabedingt weit auseinandergezogenen Auditorium: „Wir gestalten Steinhagen.“ Das ist auch der Wahlslogan. Einstimmig – 27 Ja-Stimmen, eine Enthaltung – wählten die Mitglieder Sarah Süß zu ihrer Bürgermeisterkandidatin .

Donnerstag, 11.06.2020, 03:00 Uhr aktualisiert: 11.06.2020, 07:16 Uhr
Sarah Süß als Bürgermeister-Kandidatin (vorne) und 16 weitere Wahlbezirksbewerber sowie eine Ersatzbewerberin ziehen in den Wahlkampf. Foto: Bluhm-Weinhold

Mit Blick auf ein vielfältig zusammengesetztes Team, das Kommunalwahlergebnis 2014 und in der Überzeugung, Steinhagen auch in den vergangenen sechs Jahren gestaltet zu haben, formulierte Heiko Hartleif selbstbewusst und ungeachtet der schwachen Bundespartei: „Wir sind hier in Steinhagen ohne Wenn und Aber eine Volkspartei.“

Hartleif betonte den Generationswechsel, den es in der Steinhagener SPD gegeben hat. Bereits 2014 sei klar gewesen, dass man sich verjüngen müsse, und habe viele neue Leute als Sachkundige Bürger an die Ratsarbeit herangeführt. „Aber an den Bürgermeister haben wir bei diesem Generationswechsel nicht gedacht“, gab Hartleif zu. Er dankte Klaus Besser dafür, die Gemeinde 26 Jahre lang in außerordentlicher Weise geführt zu haben: „Der Ortsverein ist stolz auf Dich.“ Klaus Besser freute sich über einen langanhaltenden Applaus.

Schwerpunkte benannt

„Sarah Süß ist die Zukunft Steinhagens“, so Hartleif. Und sie selbst sagt mit Blick auf die Leistung Bessers: „Es geht nicht darum, Fußstapfen auszufüllen. Das hieße, dem gleichen Weg noch einmal zu gehen. Es geht vielmehr darum, Steinhagens Zukunft zu gestalten.“ Die 28-jährige Diplom-Rechtspflegerin findet: „Es ist ein großartiger Job, Steinhagens Bürgermeisterin zu sein: Ich bin überzeugt, dass ich das kann, und das ist genau das, was ich will.“ Als Kompetenz führt sie ihre Verwaltungslaufbahn ins Feld, als politische Schwerpunkte nannte sie: bezahlbaren Wohnraum schaffen, ein gesundes Steinhagen mit guter ärztlicher Versorgung, guten Pflegemöglichkeiten sowie einem gesunden Klima, zukunftsfähigen Verkehr mit „echten Alternativen zum privaten Nahverkehr“ sowie eine starke Wirtschaft.

SPD-Fraktionsvorsitzende Sabine Godejohann machte deutlich, was in den vergangenen sechs Jahren erreicht worden ist: Das bilde nun „ein wunderbares Fundament“, wie sie sagte. Seinen Leitlinie will die SPD treu bleiben, wie zunächst Ratskandidatin Verena Venjakob betonte. Die SPD wolle sich einsetzen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Schulen weiter stärken. Die SPD stehe für ein soziales Steinhagen: „Steinhagen ist eine lebenswerte Gemeinde, in der alle willkommen sind“, sagte sie.

Heiko Hartleif nahm das auf und betonte die Integration: „Steinhagen ist bunt, vielfältig und weltoffen. Wir erleben es aber leider, dass eine Partei antritt mit einem Vertreter, der auch früher als Mitglied einer anderen Partei schon jeden Antrag in Sachen Integration abgelehnt hat. Rechtes Gedankengut hat bei uns in Steinhagen keinen Platz.“

Die Wahlbezirkskandidaten

Die Besetzung der 17 Steinhagener Wahlbezirke sieht folgendermaßen aus: Lina Hartleif (Wahlbezirk 1), Thomas Andersen (2), Dieter Strakeljahn (3), Ina Bolte (4), Sarah Süß (5), Udo Waschkowitz (6), Gabriele Hartleif (7), Maida Ntinos (8), Walter Thomas (9), Hildegard Fuest (10), Roland Albersmann (11), Atila Kirbas (12), Heiko Hartleif (13), Carsten Heidemann (14), Florian Haubrock (15), Wolfgang Blankert (16), Verena Venjakob (17). Ersatzbewerberin für Bezirk 5 ist Sabine Nolting für den Fall, dass Sarah Süß Wahlbezirk und Bürgermeisterwahl gewinnt.

Die Reserveliste umfasst 30 Plätze. Sie ist, angeführt von Sarah Süß und Heiko Hartleif, gleichberechtigt im Wechsel von weiblichen und männlichen Kandidaten aufgebaut.

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