SPD Steinhagen macht in Antrag Gefahren für den Wald und Ausstattung der Feuerwehr zum Thema Auf Trockenheit besser vorbereitet sein

Steinhagen (WB). Wie schützen wir unsere Wälder, wenn die Sommer immer trockener und heißer werden, wenn die Gefahr von Waldbränden zunimmt? Ganz grundsätzliche Fragen, die die Steinhagener SPD zum politischen Thema machen will. Deshalb stellt die Fraktion jetzt einen Antrag, der ihrer Vorstellung nach noch vor der Sommerpause auf die Tagesordnung im Ordnungs- und Umweltausschuss kommen soll.

Von Annemarie Bluhm-Weinhold
Verbrannter Wald im Teuto am letzten April-Wochenende: Wie stellt man sich auf eine erhöhte Waldbrandgefahr ein, fragt die SPD.
Verbrannter Wald im Teuto am letzten April-Wochenende: Wie stellt man sich auf eine erhöhte Waldbrandgefahr ein, fragt die SPD. Foto: Bluhm-Weinhold

Bereits länger dauern die Überlegungen der Steinhagener SPD zum Thema Schutz des Waldes – doch die frühe Dürre bereits im April und die Waldbrände jüngst im Teuto haben ihrem Anliegen zusätzlich Schub verliehen. Coronabedingt in einer Videokonferenz mit dem WESTFALEN-BLATT erläuterten SPD-Ortsvereinsvorsitzender Heiko Hartleif, stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ina Bolte und SPD-Bürgermeisterkandidatin Sarah Süß den Ansatz der Sozialdemokraten, der vor allem die Frage beinhaltet: Was kann die Gemeinde Steinhagen beim Schutz von Teuto und Patthorst leisten? Denn erst einmal gibt es da ja auch die Waldbesitzer und das Forstamt. „Wir formulieren unseren Antrag bewusst in zwei Teilen“, sagte Sarah Süß, Mitglied im Ordnungs- und Umweltausschuss: „Zum einen wollen wir einen Zustandsbericht, der uns aber auch Perspektiven aufzeigt, zum Beispiel nach neuen Baumarten. Dabei ist auch die Verantwortlichkeit der Gemeinde zu klären. Zum anderen wollen wir wissen, wie wir unsere Feuerwehr ausrüsten müssen. Sind wir auf die Trockenheit und erhöhte Waldbrandgefahr vorbereitet?“

Anfang des Jahres hatte Amshausens Löschzugführer Dirk Bergmann in der Runde der Amshausen Fans zu dem Thema informiert. Dabei ging es neben Rettungswegen, Löschwasserreservoirs und Kontakten zu den Forstbetrieben auch um die Anschaffung eines für den Teuto geeigneten geländegängigen Fahrzeugs – zum Vergleich: die Feuerwehr Halle etwa hat einen Unimog mit großem Wassertank, der am Samstag, 25. April, ein großes Plus bei der Brandbekämpfung auf dem Kamm war. Vorgesehen ist ein solches Fahrzeug laut SPD auch im Brandschutzbedarfsplan der Gemeinde Steinhagen. „Mit einem Fahrzeug ist es aber nicht getan. Auch die restliche Ausrüstung wie Schläuche muss auf einen solchen Einsatzort ausgerichtet sein“, sagte Ina Bolte.

„Unser Anliegen ist, dass man sich insgesamt mit der Problematik des Schutzes unserer Wälder beschäftigt“, so Heiko Hartleif. Das ist als kontinuierlicher Prozess gedacht. Dafür spricht laut SPD, dass es um Natur- und Umweltschutz ebenso wie um Naherholung und Fremdenverkehr als auch um die Aspekte der Forstwirtschaft geht. Der Wert der Wälder ist laut Ina Bolte gar nicht hoch genug einzuschätzen: als Sauerstoffspender, für die Wasserversorgung der Gemeinde, aber auch – wie gerade jetzt in Zeiten der Corona-Kontaktsperre zu sehen ist – als Naherholungsgebiet. „Für die Gemeinde Steinhagen sind ein ökologisch intakter Teutoburger Wald und desgleichen die Patthorst sozusagen überlebenswichtig“, heißt es in der Begründung des Antrags.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7401768?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2516077%2F