Steinhagen investiert 325.000 Euro in Sanierung von Wirtschafts- und Siedlungsstraßen Viel zu tun am Wegesrand

Steinhagen (WB). Beim Thema Straßen-Instandsetzung steht in diesen Wochen vor allem die Steinhagener Bahnhofstraße im Blick, die, wie berichtet, in mehreren Abschnitten vom Landesbetrieb Straßenbau NRW saniert wird . Doch ebenso wichtig sind der Unterhalt und die Instandsetzung der kleineren Siedlungsstraßen und Wirtschaftswege. Das aktuelle Bauprogramm dafür hat der Bauausschuss jetzt einstimmig beschlossen.

Von Volker Hagemann
Selbst auf weniger stark befahrenen Straßen hat es der Asphalt irgendwann hinter sich. Dann wird die Ausbesserung oder Erneuerung fällig. Aktuell kümmert sich der Bauhof um die Reparatur mehrerer Wege in Brockhagen und Sandforth.
Selbst auf weniger stark befahrenen Straßen hat es der Asphalt irgendwann hinter sich. Dann wird die Ausbesserung oder Erneuerung fällig. Aktuell kümmert sich der Bauhof um die Reparatur mehrerer Wege in Brockhagen und Sandforth. Foto: dpa

Risse im Asphalt, ausgefahrene, abgesunkene und beschädigte Bankette, Schlaglöcher sowie abgesackte oder von Wurzeln angehobene Platten auf Gehwegen – all das gefährdet Auto- und Fahrradfahrer ebenso wie Fußgänger, auch mit Rollator, sowie Freizeitsportler, die etwa auf Inlineskates unterwegs sind. Jedes Jahr erstellt der Bauhof eine Bestandsaufnahme der größten Schäden. Bauhofleiter Norbert Kuznik stellte in der Sitzung die aktuell zur Reparatur anstehenden Straßen- und Wegeabschnitte in einer Präsentation vor. Die Kosten aller genannten Maßnahmen betragen voraussichtlich etwa 325.000 Euro, im Gemeindehaushalt stehen dafür 330.000 Euro bereit. Das beinhaltet auch turnusgemäß erforderliche Brückenprüfungen.

Straßenunterhalt und Bankette

Für die laufende Unterhaltung von Straßen, Risssanierungen, Gehwegreparaturen und Pflasterarbeiten sowie für Ausbesserungsarbeiten an der Fahrbahnbankette an diversen Gemeindestraßen und Wirtschaftswegen durch die Mitarbeiter des Bauhofes sind insgesamt 65.000 Euro eingeplant.

Für die anstehenden Überprüfungen von Brückenbauwerken sind im Haushalt 15.000 Euro vorgesehen.

Schon im vergangenen Jahr wurden sowohl Gemeindestraßenabschnitte und Gehwege als auch Wirtschaftswege innerorts und im Außenbereich instandgesetzt. Für 2020 ist vorgesehen, zwei längere Abschnitte an Wirtschaftswegen zu erneuern sowie die Schadensbehebung an Straßen und Wirtschaftswegen fortzusetzen, vor allem im Bereich Brockhagen und Sandforth. Ein Teil des vorhandenen Budgets wird aktuell bereits für die Erneuerung eines schadhaften Stahlbetonrohr-Durchlasses unter der Straße Ellerbrok eingesetzt. Diese Arbeiten werden voraussichtlich 20.000 Euro kosten.

Größter Posten ist ein Abschnitt im Zehntgarten

Größter aktuell geplanter Posten ist ein Abschnitt der Straße Zehntgarten: Im Bereich zwischen der Sandforther Straße und der L 782 soll die Fahrbahn mit einer neuen Asphaltdeckschicht versehen werden. Die Kosten hierfür betragen voraussichtlich etwa 75.000 Euro.

Auf einem Abschnitt der Straße Siebenweg, zwischen den Straßen Wallbrink und Zehntgarten, soll die Asphaltfahrbahn ebenfalls mit einer neuen Asphaltdeckschicht versehen werden. Die Kosten für diesen Abschnitt belaufen sich vor­aussichtlich auf circa 55.000 Euro.

In der Kampstraße sowie im Wallbrink ist die Fahrbahn jeweils auf einem Teilstück abgesackt und durch Risse beschädigt; hier wird jeweils eine Fahrbahnhälfte aufgenommen und wieder hergestellt. Die Kosten werden für beide Maßnahmen zusammen etwa 25.000 Euro betragen.

An einigen längeren Abschnitten von Gemeindestraßen und Wirtschaftswegen müssen die Banketten reguliert werden. Für diese Instandsetzung sind 30.000 Euro vorgesehen. Weitere 20.000 Euro sind für die Sanierung von aktuellen Fahrbahnschäden berücksichtigt.

Baumwurzeln müssen oft abgefräst werden

Zur Instandsetzung durch Beseitigung von Wurzelanhebungen auf mehreren Rad- und Wirtschaftswegen werden in diesem Jahr 20.000 Euro bereitgestellt. „Die Verformungen der Asphalt-decke durch Baumwurzeln müssen abgefräst und mit Asphalt verfüllt werden, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten“, erklärte Norbert Kuznik den Ausschussmitgliedern. „Gäbe es da nicht andere, schonendere Möglichkeiten als das Abfräsen von Baumwurzeln?“, warf Hartmut Düfelsiek (Grüne) ein. Was bei Norbert Kuznik und seinen Mitarbeitern auf Verständnis stößt: „Das Abfräsen lebendiger Bäume tut auch mir in der Seele weh“, so Kuznik. Möglich sei alternativ zwar grundsätzlich ein nach oben offener so genannter Wurzelvorhang zum Schutz, „aber dafür stehen die Bäume in diesen Fällen zu dicht an der Fahrbahn.“

Einen Ausblick gab der Bauhofleiter schon für das kommende Jahr: Denn auch die Fröbelstraße in Brockhagen ist auf dem Abschnitt zwischen der Körnerstraße und dem Abrooksbach in einem schlechten Zustand. „Dies wäre eine mögliche Sanierungsfläche für das Jahr 2021“, stellte Norbert Kuznik in Aussicht.

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