Hygieneanforderungen in den Übergangswohnheimen in Steinhagen gewährleistet – noch kein Corona-Fall Gemeinde bestellt Mundschutz für Flüchtlinge

Steinhagen  (WB/anb). In den Steinhagener Flüchtlings-Übergangsheimen gibt es noch keinen Corona-Fall. Und das soll auch so bleiben. Deshalb hat die Gemeinde zum einen alle Bewohner mit Informationen zu Hygiene und den gesetzlichen Regelungen versorgt. Die Sprachnachricht wurde mithilfe der Leiter der Sprachkurse nicht nur auf Deutsch, sondern auch in den Landessprachen abgesetzt, wie Birgit Pape, Leiterin des Amtes für Generationen, Arbeit, Soziales und Integration, sagte. Zusätzlich hätten alle die Informationen schriftlich erhalten.

Das Übergangswohnheim Am Cronsbach: Mundschutz soll den Bewohnern zusätzliche Sicherheit geben.
Das Übergangswohnheim Am Cronsbach: Mundschutz soll den Bewohnern zusätzliche Sicherheit geben. Foto: Bluhm-Weinhold

„Wir haben die Hygienevorschriften klar kommuniziert“, so Pape. Die Gemeinde sorgt indes auch für zusätzliche Reinigung, etwa durch das regelmäßige Desinfizieren der Türklinken.

Die meisten hätten eine positive Haltung zu der momentanen Situation. „Wir müssen uns derzeit an so vieles gewöhnen. Vielen der Flüchtlinge aber ist das Zuhause und in Familie sein gar nicht unbekannt“, sagt Birgit Pape. Etwa 130 Flüchtlinge leben in den Unterkünften am Laukshof, Am Cronsbach, an der Langen Straße und an der Patthorster Straße sowie weitere 30 bis 40 in Wohnungen. Im Übergangswohnheim an der Patthorster Straße ist ein Teil des Gebäudes von Obdachlosen bewohnt. Dort hängen die Informationen aus.

Mundschutz und Mehl

Zum anderen hat die Gemeinde für die Flüchtlinge bei der Firma Gerry Weber zum Selbstkostenpreis Mundschutz erworben. „In den Gängen der Unterkünfte ist es nicht immer ganz einfach, den Abstand zu wahren“, so Birgit Pape. 160 Exemplare sind bestellt und sollen nächste Woche kommen.

Was schwerer fällt, sind ihrer Beobachtung nach die neuen Regelungen beim Einkaufen. „Man geht eben gerne zu zweit einkaufen. Aber es ist nicht so einfach zu vermitteln, dass man dann auch zwei Einkaufswagen braucht“, so Birgit Pape. Und auch das knapp gewordene Lebensmittel Mehl macht vielen zu schaffen, die gewöhnt sind, ihr Brot selbst zu backen. „Wir haben das im Blick und ordern es im Notfall über den Großmarkt“, so Birgit Pape.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7359772?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2516077%2F