SPD-Fraktion Steinhagen erörtert mit Gästen Erschließung des Gebiets Detert Bloß nichts verbauen

Steinhagen (WB). Was, wenn die Bezirksregierung zustimmt und tatsächlich weitere Flächen des geplanten Gewerbegebiets Detert schon vor der Fertigstellung des Regionalplanes freigibt zur Entwicklung? Wo bieten sich sinnvolle Abschnitte an? Wo könnten Zufahrten zum Gebiet entstehen? Diese Fragen wollte die Steinhagener SPD jetzt bei einem offenen Fraktionstreffen vor Ort an der Liebigstraße erörtern. Einige Gäste waren dabei.

Von Annemarie Bluhm-Weinhold
Wo könnten Abschnitte gebildet werden auf der Fläche Detert? Die SPD-Fraktion und Gäste erörtern das weitere Vorgehen, um sich auch bei einer Teilflächen-Freigabe vorab nichts für das Gesamtgebiet zu verbauen.
Wo könnten Abschnitte gebildet werden auf der Fläche Detert? Die SPD-Fraktion und Gäste erörtern das weitere Vorgehen, um sich auch bei einer Teilflächen-Freigabe vorab nichts für das Gesamtgebiet zu verbauen. Foto: Annemarie Bluhm-Weinhold

„Wir haben eine Machbarkeitsstudien, die umgesetzt werden soll. Wir wollen uns nicht selbst Steine in den Weg legen und Entscheidungen treffen, die uns später konterkarieren“, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ina Bolte. 25 Hektar umfasst das gesamte Plangebiet.

Bürgermeister Klaus Besser hält es für realistisch, dass vom Grundstück für die Rettungswache an der Kreuzung Bahnhofstraße/Liebigstraße aus ein Teil der Fläche freigegeben werden könnte, der zum einem bis zum alten Hof Detert, zum anderen bis zu einem Wäldchen reicht – natürliche Grenzen. Die Machbarkeitsstudie sehe in allen vier Varianten ähnliche Zuwegungen vor – kein Problem also bei einer Teilerschließung der Fläche aus Sicht des Bürgermeisters.

Ökologische Aspekte nicht von Anfang an ausreichend berücksichtigt

Hildegard Fuest, Bauausschusssprecherin ihrer Partei, betonte, dass der SPD im ersten Entwurf für den Zwei-Hektar-Abschnitt um die Rettungswache herum zu wenig ökologische Aspekte umgesetzt worden seien. Ein Kriterienkatalog wäre somit als Maßgabe für die Grundstücksvergabe zu erarbeiten. Unternehmen fragten inzwischen nach Möglichkeiten zur ökoklogischen Gestaltung – sie zögen daraus selbst Nutzen, betonte Fuest und wies auf eine entsprechende IHK-Broschüre zu ökologischen Unternehmensstandorten hin.

Wenn in dieser Woche noch die Anfrage nach einer Flächenfreigabe vorab nach Detmold geht, dann liegt im Mai spätestens eine Antwort vor, somit könnte nach Ansicht Bessers noch vor den Sommerferien das Planverfahren beginnen. „Wir würden keine Zeit beim Bau der Rettungswache durch die Gebietserweiterung verlieren“, so Udo Bolte.

Anwohner befürchten zusätzlichen Lärm

Nachfragen kamen von Anwohnern an der Bahnhofstraße. Sie befürchten zusätzlichen Lärm durch die Zufahrt zu Detert. Ein Einwand, den die SPD zur Kenntnis nahm: „Wir müssten dafür sorgen, dass die Lkw direkt über die Liebigstraße Richtung Autobahn fahren“, sagte Ina Bolte. Carsten Heidemann wies darauf hin, dass alle Pläne über das Bürgerinformationssystem auf der Homepage der Gemeinde einzusehen seien.

Außer zum Gebiet Detert stellt die Gemeindeverwaltung bei der Bezirksregierung, wie berichtet (WB vom 7. März), auch eine Anfrage zur Umwandlung einer Grün- in Gewerbefläche auf der anderen Seite der Bahnhofstraße. Getränke Kesten möchte sich dort vergrößern. SPD-Mitglieder betonten, dass der Schutz der Aue des Jückemühlenbaches im hinteren Teil des Grundstückes unerlässlich sei. Klaus Besser wies auf diesbezügliche bestehende Vorgaben hin. Auch eine Erdgasleitung ist auf der Fläche, die nicht überbaut werden darf. Bereits vor Jahren hatte die Gemeinde diese Fläche als Gewerbegrundstück vorgesehen: „Völlig unverständlich, warum das damals abgelehnt wurde. Denn es ist an dieser Stelle ein verdichtetes Gebiet, die Bebauung fast ein Lückenschluss“, so Hildegard Fuest.

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