Verband will Steinhagener Einzelhandel auf den neuesten Stand bringen – Stammtisch am 4. März „Digital heißt mehr als nur Online-Shop“

Steinhagen (WB). Im Steinhagener Ortskern haben vor allem viele Geschäfte zu kämpfen, die nicht direkt in der Nähe der großen Einkaufszentren am Combi oder Edeka liegen. Laufkundschaft gibt es etwa am Kirchplatz nur wenig. Die optische Neugestaltung des Zentrums ist eine Maßnahme, die die Gemeinde beisteuert, doch an welchen Stellschrauben lässt sich noch drehen?

Foto: Volker Hagemann

In erster Linie am ohnehin schon guten Service der Geschäfte, sagen Vertreter des Handelsverbands Ostwestfalen-Lippe. Beim Einzelhändler- und Wirte­stammtisch am Mittwoch, 4. März (19 Uhr im „Graf Bernhard 1344“), erläutert Hans-Peter Obermark vom Handelsverband das Projekt „Generationenfreundliches Einkaufen“, das auch schon beim Stammtisch im vergangenen Jahr kurz vorgestellt wurde. Neben einer ausführlichen Präsentation dieses Projektes wird Obermark gemeinsam mit seinem Kollegen Thomas Dickenbrok auch über das neue Projekt „Digitalcoach“ berichten.

Wie das in der Praxis aussehen könnte, darüber sprach Redakteur Volker Hagemann mit den Referenten.

Wie lässt sich Generationenfreundlichkeit umschreiben? Reichen schon genug Platz für Kinderwagen und eine Sitzecke für Kunden, die nicht so lange stehen können?

Hans-Peter Obermark: Nein, das geht schon weit darüber hinaus. Insgesamt gibt es 63 Kriterien in einem Fragebogen. „Reine Abmessungen“ spielen zwar auch eine Rolle, aber Beratung, Service und Dienstleistungen stehen auch im Focus.

Generationenfreundliches Einkaufen ist ja sogar ein Qualitätssiegel, mit dem der Handelsverband Geschäfte auszeichnen kann. Besteht denn da noch so viel Nachholbedarf?

Obermark: In einigen Fällen ja, da sind insgesamt gesehen noch Geschäfte in den 80er und 90er Jahren stehen geblieben.

Auch gute Erreichbarkeit, Parkmöglichkeit in der Nähe und damit kurze Wege ins Geschäft sind wichtig. Ist das etwas, womit Steinhagen punkten kann?

Obermark: Steinhagen hat schon sehr gute Voraussetzungen, gerade was das Parken betrifft, und das völlig unabhängig von einem Generationenfreundlichen Einkaufen.

Und was können und sollten Geschäfte Ihrer Erfahrung nach verbessern?

Obermark: Bei Textilern beispielsweise sind es oft die Größen – beziehungsweise die Abmessungen – der Umkleidekabinen. Weitere Beispiele wären: Lieferservice, Sensibilisierung in Richtung „Barrierearme Einkaufsmöglichkeiten“, Beleuchtung und Preisauszeichnung.

Was ist denn in Steinhagen anders? Welche Schwierigkeiten sind hier zu meistern?

Obermark: Da unser Fragebogen beziehungsweise der Test ja individuell und lediglich in den Geschäften vor Ort angewendet wird, kommt das immer auf jedes einzelne Geschäft an.

Stichwort Digitalcoach: Was werden Sie den Teilnehmern da an die Hand geben?

Thomas Dickenbrok: Die Erkenntnis, dass Digitalisierung alles andere ist als ein Online-Shop, ein Social-Media-Auftritt und die Angst, gegen das große Online-Angebot kämpfen zu müssen und dennoch keine Chance zu haben. Digitalisierung, Erfolg und Sichtbarkeit beginnen in der Aufklärung, warum es wichtig ist, mit der Zeit zu gehen und auch kleine, digitale Möglichkeiten einzusetzen, die jeder täglich verwendet – ohne Investitionen und ohne ein Experte zu sein. Außerdem die Tatsache, dass es in Form des Handelsverbandes und des Digitalcoaches ein Angebot gibt, das individuell hier hilft.

Auch gute Erreichbarkeit, Parkmöglichkeit in der Nähe und damit kurze Wege ins Geschäft sind wichtig. Ist das etwas, womit Steinhagen punkten kann?

Obermark: Steinhagen hat schon sehr gute Voraussetzungen, gerade was das Parken betrifft, und das völlig unabhängig von einem Generationenfreundlichen Einkaufen.

Und was können und sollten Geschäfte Ihrer Erfahrung nach verbessern?

Obermark: Bei Textilern beispielsweise sind es oft die Größen – beziehungsweise die Abmessungen – der Umkleidekabinen. Weitere Beispiele wären: Lieferservice, Sensibilisierung in Richtung „Barrierearme Einkaufsmöglichkeiten“, Beleuchtung und Preisauszeichnung.

Was ist denn in Steinhagen anders? Welche Schwierigkeiten sind hier zu meistern?

Obermark: Da unser Fragebogen beziehungsweise der Test ja individuell und lediglich in den Geschäften vor Ort angewendet wird, kommt das immer auf jedes einzelne Geschäft an.

Stichwort Digitalcoach: Was werden Sie den Teilnehmern da an die Hand geben?

Thomas Dickenbrok: Die Erkenntnis, dass Digitalisierung alles andere ist als ein Online-Shop, ein Social-Media-Auftritt und die Angst, gegen das große Online-Angebot kämpfen zu müssen und dennoch keine Chance zu haben. Digitalisierung, Erfolg und Sichtbarkeit beginnen in der Aufklärung, warum es wichtig ist, mit der Zeit zu gehen und auch kleine, digitale Möglichkeiten einzusetzen, die jeder täglich verwendet – ohne Investitionen und ohne ein Experte zu sein. Außerdem die Tatsache, dass es in Form des Handelsverbandes und des Digitalcoaches ein Angebot gibt, das individuell hier hilft.

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