Beim 12. OWL-Abwassertag bei Jung Pumpen diskutieren 100 Gäste und Referenten
Krisen – und wie man sie bewältigt

Steinhagen (WB/anb). Wie können sich Unternehmen auf Krisensituationen vorbereiten und worauf kommt es dabei an? Das haben jetzt etwa 100 Teilnehmer beim 12. OWL-Abwassertag der Steinhagener Firma Jung Pumpen erörtert. Zu den Gästen gehörten Mitarbeiter von Wasser- und Abwasserverbänden, Tiefbauer, Planer, Abwasserunternehmen sowie Vertreter von Kommunen und Gemeinden. Und alle nahmen als Ergebnis mit nach Hause: Zur Krisenbewältigung ist eine gute Vorbereitung und Planung notwendig.

Dienstag, 04.02.2020, 07:30 Uhr
Die Referenten beim Abwassertag: (v.l.) Veranstaltungsleiter Marco Koch, Rechtsanwalt Hans Christian Jung, Unternehmensberater Herbert Reithmeir, Spezialgast Horst Schlämmer (parodiert von Schauspieler Ulrich Bärenfänger), Dr. Peter Brocks (Oldenburgisch-Ostfriesischer Wasserverband), Ludger Wördemann (Rheda-Wiedenbrück), Gisbert Peka (pk Regenwassermanagement). Foto: WB

Aber: „Wir müssen unterscheiden zwischen Notfall und Krise“, sagte Jung-Pumpen-Vertriebsleiter Werner Rossel. Während ein Notfall noch mit normalen Mitteln und relativ eingegrenztem Schaden handhabbar ist, ist eine Krise unabwendbar, außergewöhnlich und mit einem hohen monetären Schaden verbunden. Doch Krisen gibt es natürlich – gerade im Bereich der Wasser- und Abwasserwirtschaft. Dazu braucht es nicht einmal extreme Wetterlagen. Es können ebenso technische Defekte sein.

Der Teufel steckt im Detail

In jedem Fall ist es nötig, Notfallpläne zu erstellen und das Szenario zu üben. Denn auch das kristallisierte sich in den Vorträgen der Experten heraus: „Der Teufel steckt im Detail“, sagte Monika Sartor vom Jung-Pumpen-Marketing: „Deshalb ist es wichtig, dass die erarbeiteten Notfallpläne aktiv mit allen Beteiligten immer wieder durchgespielt und geübt werden. So funktionieren die Abläufe im Fall der Fälle quasi automatisch, und die Verantwortlichen können sich den unvorhersehbaren Problemen zuwenden.“ Referent Dr. Peter Brocks (Oldenburgisch-Ostfriesischer Wasserverband) wies auch darauf hin: „Das Problem ist nicht die Krise, sondern dass der Normalbetrieb weiterläuft.“

Eine Krise ganz anderer Art wurde ebenfalls angesprochen: der Fachkräftemangel. „Von 2007 bis heute hat sich die Zahl der über 60-Jährigen in der Gesamtgesellschaft verdreifacht. Wir brauchen aber junge Leute. Deshalb müssen wir in Erscheinung treten und uns gut präsentieren und nicht erwarten, dass Bewerber auf uns zukommen“, so Rossel.

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