Eisstockschießen am „Graf Bernhard“ in Steinhagen: Acht Teams haben sich schon qualifiziert Mit Weizen und Kalkstein ins Finale

Steinhagen (WB). Die ersten acht Teilnehmer für das Finale von „Steinhagen on Ice“ am „Graf Bernhard“ stehen fest. Was allerdings im ersten Halbfinale auch schnell klar wurde: Der sportliche Erfolg war für die 28 anwesenden Teams nur einer von vielen Gründen, die Eisbahn zu betreten.

Von Jens Horstmann
Fußballer Alexander Kropp macht auch auf dem Eis eine gute Figur. Sein Team „Geizen nicht mit Weizen“ ist jetzt ebenfalls ins Finale eingezogen. Das steigt am Samstag, 25. Januar, auf der Eisbahn am „Graf Bernhard 1344“.
Fußballer Alexander Kropp macht auch auf dem Eis eine gute Figur. Sein Team „Geizen nicht mit Weizen“ ist jetzt ebenfalls ins Finale eingezogen. Das steigt am Samstag, 25. Januar, auf der Eisbahn am „Graf Bernhard 1344“. Foto: Jens Horstmann

Denn viel wichtiger als das Weiterkommen ins Finale schien für viele Mannschaften das Zusammenkommen als Freunde oder Arbeitskollegen zu sein. „Für uns ist es mittlerweile fast schon Tradition geworden, und die Termine stehen fest im Kalender. Wir freuen uns jedes Jahr aufs Neue, hier ein paar tolle Stunden zu verbringen“, erklärte Frank Westheider von den „Blue Oysters“. Einmal schaffte es seine Mannschaft bisher ins Finale, „aber dieses Jahr wird es sehr schwer. Aktuell haben wir deutlich mehr Spaß als Punkte.“

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Wir spielen im Sommer oft Boule, das ist ein ganz gutes Training.

Matthias Twistel

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Und er sollte Recht behalten, 1200 Punkte reichten am Ende nicht aus. Da half auch die traditionelle Verkleidung mit Pilotenbrille nicht mehr weiter. Dabei trainiert sein Team auch im Sommer: „Wir spielen im Sommer oft Boule, das ist ein ganz gutes Training“, verriet Mitspieler Matthias Twistel.

Auf ein Training der anderen Art setzen die Mitspieler der Gruppe „Geizen nicht mit Weizen“. Denn abseits der Eisbahn jagen die Mitglieder dem runden Leder hinterher. „Entstanden ist die Mannschaft vor acht oder neun Jahren, als wir alle noch zusammen in Steinhagen Fußball gespielt haben“, erklärt der ehemalige Steinhagener Kapitän und Torjäger Sebastian Hermann.

Mittlerweile spielt von den Teammitgliedern niemand mehr bei der Spvg., auch die Besetzung hat sich jedes Jahr leicht verändert. „Es kommt immer darauf an, wer Zeit hat. Einmal ist unser ehemaliger Mitspieler Daniel Schröder sogar extra aus Essen angereist. Es ist immer schön, dass man so einen Aufhänger hat, um sich zwei-, dreimal im Jahr wiederzusehen“, findet Hermann. Dieses Jahr wird es mindestens noch ein Wiedersehen geben: Die Fußballer überzeugten auch auf dem Eis und zogen als Siebte ins Finale ein.

Der olympische Gedanke zählt

Noch besser lief es beim Team „Steinreich“. Mit 1840 Punkte landete man sogar auf Platz fünf. „Dieses Jahr könnte es endlich mal mit dem Finale klappen, wir kommen nach drei Runden auf knapp 1500 Punkte“, rechnete Ralph Tscheche vor. Zusammen mit seinen Kollegen der Firma Steinpunkt vom Kalkwerk Müller nimmt er zum dritten Mal teil. „Es ist eine schöne Abwechslung zum Arbeitsalltag, alle haben ihren Spaß. Auch die Geschäftsführer sind mit dabei.“ Allerdings verpasste Chef Henrik Müller das Gruppenfoto. „Das wird teuer!“, jubilierten die restlichen sechs Teilnehmer.

Abschließend gab Nadine Schimanski, Kapitänin der „Günnis“, die Stimmung auf der Eisbahn wieder: „Unsere Runde war nicht so gut, aber der olympische Gedanke zählt. Wir haben trotzdem unseren Spaß.“

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