TuS Brockhagen plant mit viel Eigenleistung den Bau eines eigenen Vereinsheims
Sportliche gute Vorsätze

Steinhagen (WB). Richtig gute Vorsätze haben die Mitglieder des TuS Brockhagen – über das noch neue Jahr hinaus. Der TuS will als Anbau an die Brockhagener Sporthalle ein Vereinsheim errichten. Für Planung und Bau wollen die Mitglieder so viel Eigenleistung wie möglich einbringen.

Donnerstag, 09.01.2020, 03:00 Uhr aktualisiert: 09.01.2020, 05:03 Uhr
TuS-Vorsitzender Ralph Schmidt (links) und Udo Elbracht von der Handballabteilung erklären die Idee des Anbaus.

Es ist ein sportliches Ziel, das TuS-Vorsitzender Ralph Schmidt erläutert: „Die Idee ist entstanden, nachdem der gesellschaftliche Wandel auch zur Schließung der Vereinslokale geführt hat. Dadurch ist ein Vereinsheim für uns notwendig geworden, um einen Anlaufpunkt für Sportler und weitere Besucher, auch Neu-Brockhagener, zu haben.“ Zwar gebe es nach wie vor Gastronomie in Brockhagen, „doch wenn Handballer und andere Abteilungen späte Trainings- oder Spielzeiten haben, ist für anschließende Zusammenkünfte kaum noch etwas geöffnet.“ Udo Elbracht von der Handballabteilung erinnert an das alte Vereinslokal, den vor sechs Jahren geschlossenen „Schinkenkrug“: „Die Anlaufstelle schlechthin!“

Ein Vereinsheim wäre „ein idealer Treffpunkt aller Generationen“

Schließlich zählt der Turn- und Spielverein „Einigkeit“ (TuS) heute etwa 1000 Mitglieder, berichtet Ralph Schmidt. Ein künftiges Vereinsheim sei daher ein idealer Treffpunkt aller Generationen. „Man könnte den Abend nach einem Spiel gemütlich ausklingen lassen, Mannschaftsbesprechungen und Spielanalysen durchführen, ebenso Vereinssitzungen, das Seniorenkaffeetrinken, Weihnachtsfeiern und Ehrungen“, zählt der TuS-Chef auf. Zudem könne man Kindern und Jugendlichen einen Anlaufpunkt bieten und auch der neuen Dart-Abteilung.

Nach mehreren Zusammenkünften im TuS hat Ralph Schmidt, selbst Bauzeichner, einen Entwurf erstellt. Dieser sieht einen 150 Quadratmeter großen Gesellschaftsraum und einen 29 Quadratmeter großen Lagerraum als Anbau an die bestehende Sporthalle an der Kellerstraße vor.

Etwa 500.000 Euro Kosten veranschlagt – aber möglichst viel Eigenleistung geplant

Neben der Bestuhlung enthielte der Anbau einen Thekenbereich. „Um die Bewirtung kümmern wir uns bei Heimspielen ohnehin selbst“, erklärt Schmidt. Große Fenster würden den Übergang zur Sporthalle bilden. Architektin Regine Westerhove veranschlagt geschätzt 500.000 Euro Kosten. Und da kämen die guten Vorsätze wieder ins Spiel: „Da wir unter unseren Mitgliedern Maurer, Zimmerer, Sanitär- und Elektrofachleute haben, könnten wir vieles in Eigenleistung bewerkstelligen“, sagt Udo Elbracht.

Im November hatte der TuS den Antrag auf Errichtung eines solchen Vereinsheims an die Politik gestellt. Die Mitglieder des Schulausschusses wollen darüber noch beraten und sich weiter mit dem TuS abstimmen. Ralph Schmidt ist realistisch: „Sollte alles wie gedacht verlaufen, bräuchte man sicher zwei bis vier Jahre bis zur Fertigstellung.“ Denn derzeit spielen weitere Faktoren eine große Rolle: Das Dach der Sporthalle muss saniert werden, und die Gemeinde berät Abriss und Neubau der benachbarten Grundschule.

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