Von Amshausen-Nord bis zum ZOB: Gemeinde will zahlreiche Maßnahmen umsetzen Das Jahr der großen Bauvorhaben

Steinhagen  (WB). 2020 wird in das Jahr der Baustellen. So viele, auch große Projekte gab es selten. Doch bevor an der einen oder anderen Stelle gebuddelt werden kann, braucht es noch politische Beschlüsse: „2020 ist geprägt von Bauleitplanung“, sagt Steinhagens Bauamtsleiter Stephan Walter.

Von Annemarie Bluhm-Weinhold
Ein Blick in die Runde an der Straße Am Markt und am Fivizzanoplatz offenbart den Sanierungsbedarf der Verkehrsflächen und Grünbereiche. Unbekannt ist der Gemeinde derzeit noch, was auf dem Grundstück des früheren Hauses Reelmann zwischen dem Laden und Sieker an neuer Bebauung geschaffen wird.
Ein Blick in die Runde an der Straße Am Markt und am Fivizzanoplatz offenbart den Sanierungsbedarf der Verkehrsflächen und Grünbereiche. Unbekannt ist der Gemeinde derzeit noch, was auf dem Grundstück des früheren Hauses Reelmann zwischen dem Laden und Sieker an neuer Bebauung geschaffen wird. Foto: Bluhm-Weinhold

Und diese Bauleitplanung will er bis zu den Sommerferien abgeschlossen wissen. „Denn danach geht es in die Endphase des Kommunalwahlkampfs. Nach der Wahl müssen sich die Gremien erst neu bilden, so dass kaum politische Beschlüsse bis Jahresende noch möglich sein werden“, so Walter.

Amshausen-Nord

Die Planentwürfe für den Bebauungsplan 13, das Gebiet nördlich der Amshausener Straße, werden am Donnerstag, 23. Januar, im Bauausschuss ein weiteres Mal vorgestellt und sollen dann in die erneute Offenlegung gehen. Nach Jahren der Verzögerung scheint nun eine Lösung für die Anbindung nach Norden in Sicht: Straßen NRW hat dem Vorschlag der Gemeinde zugestimmt – beharrt aber im Gegenzug auf die Abbindung der Falkenstraße. Die Gemeinde will noch einmal verhandeln. Wenn vor den Sommerferien der Satzungsbeschluss fällt, können im Herbst die Grundstücke vermessen und vermarktet werden, Baustraßen und Kanäle angelegt werden.

Drei weitere Baugebiete

Der gleiche Zeitrahmen gilt für die Finkenstraße, wo die Neubauplanung der KWG nicht unumstritten ist – aber eine politische Mehrheit gefunden hat. Auch für diesen Bereich soll der Bebauungsplan noch vor den Sommerferien Satzung werden, so dass die KWG danach bauen könnte.

Und selbst an der Riegestraße soll bis zum Sommer alles in trockenen Tüchern sein, obwohl auch dort die Offenlage der Pläne noch ansteht. Für Diskussion sorgt derweil die Zahl der Mehrfamilienhäuser. Zudem müssen Vergabekriterien für die Grundstücke festgelegt werden.

Weiteres Bauprojekt ist, auch wenn das in privater Hand der König Vermögensverwaltungsgesellschaft liegt, die Bebauung auf dem historischen Gelände am Hilterweg 100. Auch da soll nach dem 23. Januar die Offenlegung der Pläne und bis zum Sommer der Satzungsbeschluss erfolgen.

„Was wir nicht mehr schaffen ist die weitere Planung der Gewerbegebiete Düfelsiek und Am Bahnhof. Das ist schon etwas für den neuen Rat“, so Stephan Walter.

Ortskernsanierung

Wo es aber weitergeht, ist die Ortskernsanierung: Nach der Frühjahrskirmes beginnen am 16. März die Bauarbeiten auf der Straße Am Markt und auf dem Fivizzanoplatz – sportlicher Zeitrahmen: Bis zur Sommerkirmes Mitte August soll alles fertig sein.

Derweil nimmt man auch die Bebauung am südlichen Ende des Fivizzanoplatzes mit in den Blick. Was wird aus den Häusern, die der Gemeinde gehören und in denen die Spielothek, der Barbier und die Änderungsschneiderei ansässig sind? Und was passiert mit dem früheren Haus Brinkmann, das Perus gehört? An der Planung können sich die Bürger bei einem Ideen-Workshop beteiligen.

Zukunftsweisender ZOB

Der ZOB wird klima- und verkehrstechnisch zukunftsweisende Mobilitätsstation. Die Pläne sind beschlossen, Fördermittel über 500.000 Euro in Aussicht gestellt. 150.000 Euro der Maßnahme trägt die Gemeinde selbst. 2021 wird dann auch die Straße Am Pulverbach saniert. Dafür ist in diesem Jahr erst einmal die komplette Bahnhofstraße an der Reihe.

Eisenbahnbundesamt bremst

Und eigentlich soll auch an der Straße An der Jüpke gebaut werden. Doch nach wie vor lässt sich das Eisenbahnbundesamt mit seinen Entscheidungen Zeit. Dort ist die Kreuzung zur Bahnhofstraße auszubauen, ein Radweg anzulegen und die Brücke zu sanieren.

Radwegeausbau

Und dann sind da diverse Radwege zu bauen. An der Harsewinkler Straße kommt der Bürgerradweg, benannt nach dem Fördertopf des Landes, aus dem 171.500 Euro fließen sollen. Gesamtbaukosten: 525.000 Euro. An der Friedhofstraße wird erst ein Entlastungskanal und dann der Fuß-Radweg entstehen. Der bisher geschotterte Teil des Hilterweges wird bis Künsebeck ausgebaut. Und an der Vennorter Straße soll nicht nur mehr Beleuchtung installiert werden, sondern auch der Radweg verlängert werden. Doch darüber sind noch Gespräche mit dem Kreis zu führen.

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Es gibt in Deutschland immer mehr Eine-Person-Haushalt: Könnte man dann bitte bauen, was der Markt will? d.h. ganz kleine Wohnungen (Bsp.: 30 m²), so sind die Preise niedrig, das erlaubt viel mehr Personen einen Wohnungskauf: Käufer von Betongold und Selbstanwender, die wenig Geld haben.Es ist auch eine soziale Maßnahme: Wenn man im Alter seine eigene Wohnung besitzt, gerät man nicht mehr in die Armut und hat nicht mehr ständig das Damoklesschwert, seine Mietwohnung zu verlieren, d. h. obdachlos zu werden.

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