Ausströmender Stickstoff löst Feuerwehr-Einsatz aus – keine Gefahr für Anwohner oder Gebäude
Gasnebel an der Langen Straße

Steinhagen  (WB). Gasaustritt an der Langen Straße hat Sonntagmorgen die Feuerwehr auf den Plan gerufen: Mit 24 Einsatzkräften und fünf Fahrzeugen ist der Löschzug Steinhagen gegen 8.30 Uhr zu einem metallverarbeitenden Betrieb ausgerückt.

Sonntag, 05.01.2020, 17:20 Uhr aktualisiert: 05.01.2020, 17:22 Uhr
Dichter Gasnebel vor einem metallverarbeitenden Betrieb an der Langen Straße: Die Feuerwehr schlug austretenden Sticksoff mittels Wasser nieder. Foto: Feuerwehr Steinhagen

„Eine dichte, weiße Gaswolke, die offensichtlich aus einem großen Tank auf dem Firmengelände ausströmte, sorgte für Unruhe bei den Anwohnern, so dass diese den Notruf wählten“, berichtete Feuerwehr-Sprecher Andreas Kramme, stellvertretender Gemeindebrandmeister.

Gas trat durch erhöhten Druck aus Ventil aus

Vor Ort habe sich dann herausgestellt, dass es sich bei dem freigesetzten Stoff um Stickstoff handelte: „Dieser trat aus dem Sicherheitsventil eines etwa fünf Meter hohen Tanks aus“, so Kramme weiter. Die Feuerwehrleute unter Einsatzleitung von Löschzugführer Ulrich Laupichler schlugen den Gasnebel mittels Wassersprühstrahl nieder. Danach konnte ein Trupp unter Atemschutz den Tank genauer in Augenschein nehmen. Sie stellten fest, dass das Gas aus dem Ventil austrat und konnten ein weiteres Ausströmen durch Schließen eines Absperrventils unterbinden. Da der Tank in unmittelbarer Nähe zur Langen Straße stand, wurde diese für die Dauer des etwa 75minütigen Einsatzes kurzfristig gesperrt.

Letztlich gefährlich war der ausströmende Stickstoff im Freien nicht: „78 Prozent der Luft, die wir atmen, besteht ohnehin aus Stickstoff. Zu einem Problem hätte er im Innenraum werden können“, so Kramme. Der Austritt des Gases sei in diesem Fall ein normaler Sicherheitsmechanismus gewesen: „Wenn ein zu hoher Druck im Gefäß entsteht, wird Stickstoff abgeblasen“, so Kramme. Der Austritt hätte sich durch die Druckminderung nach einiger Zeit vermutlich ohnehin von selbst gelegt.

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