Realschule holt im Lego-Wettbewerb zwei Preise Mit Technik und Ökologie gepunktet

Steinhagen  (WB/anb). Diese Liga ist eine, in der die Baumeister und Programmierspezialisten gefragt sind – und das sind die Schülerinnen und Schüler der Roboter AG der Steinhagener Realschule offenbar. Und ökologischen Sachverstand haben sie obendrein. Denn beim regionalen Entscheid der „First Lego League“, der ersten Lego-Liga also, in Osnabrück hat die Steinhagener Gruppe unlängst den zweiten Platz in der Gesamtwertung geholt – und in ersten im Bereich Forschung.

Am Spielfeld: Samantha und Bente zeigen den Pokal, auf den alle Schüler der Roboter AG und Lehrer Christian Mathmann (links hinten) stolz sind.
Am Spielfeld: Samantha und Bente zeigen den Pokal, auf den alle Schüler der Roboter AG und Lehrer Christian Mathmann (links hinten) stolz sind. Foto: Bluhm-Weinhold

Lehrer Christian Mathmann, der die AG betreut, und Schulleiter Frank Kahrau sind mächtig stolz auf diese Erfolge: „Denn bei uns läuft alles nur in der Schule. Ohne Hilfe von außen etwa durch Eltern wie das bei anderen Schulen durchaus üblich ist“, so Kahrau.

Die acht Jungen und die beiden Mädchen aus den Jahrgangsstufen sechs bis neun haben die Roboter selbst gebaut und programmiert. „Das ist viel Fisselarbeit, denn da setzt man sich nicht einfach an den Computer. Da muss man immer wieder nachjustieren“, sagte Schulleiter Frank Kahrau. Herzstück des Roboters ist der EV3-Legostein. Mit seiner Sensorik orientiert sich der Roboter an grafischen Punkten auf dem Spielfeld.

Punkte sammeln mit einer Forschungsarbeit

Dieses schickt die Firma Lego den teilnehmenden Schulen, denn daran richten sich die Aufgaben aus. In diesem Jahr hieß das Thema „City Shaper“, und geformt werden sollte eine moderne und barrierefreie Stadt. Da waren für den Roboter Aufgaben zu lösen wie eine Schaukel in Bewegung zu setzen, Stelzen eines Gebäudes auszuklappen oder eine Rampe zu lösen. Für jede Aufgabe gibt es Punkte. Mehr als zweieinhalb Minuten allerdings hatten die Gruppen nicht für den Durchlauf im Parcours.

Punkte sammeln kann man auch mit dem Design der Eigenkreationen, mit einer Teamaufgabe – und mit einer Forschungsarbeit. Damit holte die Gruppe einen ersten Preis. Zum Thema moderne Stadt fielen Bente und Samantha die Steingärten ein, die auch in Steinhagen allenthalben angelegt, ökologisch und politisch aber verworfen werden. Und auch die beiden Mädchen zeigen in ihrer Arbeit auf, welche Probleme Steingärten mit sich bringen. Bente nennt nur eines: „Dort finden Insekten keine Nahrung.“ Und so schlägt die Gruppe etwa Insektenhotels und Samenbomben, also aus Erde geformte und mit Samen befüllte Kugeln für die urbane Gärtnerei vor. In einem Flyer geben sie Tipps zum Gärtnern.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7115697?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2516077%2F