Am neuen Rastplatz direkt am Hermannsweg gibt’s auch was zu hören Pause mit Wacholderblick

Steinhagen-Amshausen  (WB). Wenn Anna mit Hermann, ihrem Opa, das nächste Mal ins Gebiet der Wacholderheide zwischen Steinhagen und Dornberg kommt, kann sie dort am Kammweg eine entspannte Rast einlegen: Holzbänke und -tisch laden zum Verweilen ein. Und die beiden Wanderer sind sogar als kleine Hörgeschichten verewigt.

Von Volker Hagemann
Simon Block, Rainer Scharmann, Heinz Verstegen, Jürgen Lücking und Klaus Besser (von links) testen den neuen Rastplatz. Im Hintergrund wächst die Wacholderheide.
Simon Block, Rainer Scharmann, Heinz Verstegen, Jürgen Lücking und Klaus Besser (von links) testen den neuen Rastplatz. Im Hintergrund wächst die Wacholderheide. Foto: Volker Hagemann

Den neuen Rastplatz an einem reizvoll gelegenen Aussichtpunkt der Hermannshöhen können Wanderer und Ausflügler ab sofort nutzen. Nahe der Wegespinne zwischen Amshausen und Dornberg, unterhalb des Kiosks an der Schwedenschanze, kann man es sich auf den neuen Bänken bequem machen – und vielleicht hat ja der ein oder andere Wanderer neben Stullen und Wasser auch einen Steinhäger im Rucksack, den er stilvoll mit Blick auf die Wacholderbüsche genießen kann.

Hermann und seine erwachsene Enkelin Anna als wanderfreudiges Paar sind allerdings frei erfunden; sie wurden – und werden noch – von professionellen Schauspielern eingesprochen. In zwei Audio-Dateien berichten sie am Rastplatz Wacholderheide über die Besonderheiten des Wacholders, des Steinhägers und des Steinhagener Abschnitts des Hermannsweges. Per Knopfdruck können sich die Wanderer die kleinen Geschichten anhören. »Wir wollen neben landschaftlichen Reizen auch etwas Wissen vermitteln«, sagt Simon Block vom Gemeinde-Marketing.

Bänke und Tisch aus Robinienholz

Insgesamt sollen Hermann und Anna künftig an 25 Stellen entlang des Hermannsweges zwischen Rheine und Marsberg auf Besonderheiten hinweisen; im vergangenen Sommer wurde ein entsprechender Punkt samt Hängematte in Werther eingeweiht.

Bänke und Tisch in Steinhagen sind aus Robinienholz gefertigt. Die Stromversorgung der Audiodateien erfolgt über ein Solarpanel. 5000 Euro kostete der Rastplatz; 2000 Euro steuerte die Annette-Schlichte-Steinhäger-Stiftung bei, den Rest die Gemeinde. Dankbar sind Simon Block, Bürgermeister Klaus Besser und Stiftungs-Geschäftsführer Rainer Scharmann der Evangelischen Kirchengemeinde Dornberg: Ihr gehört die Fläche des Rastplatzes.

Heinz Verstegen und Jürgen Lücking von der Kirchengemeinde, selbst mit Wanderstöcken von Dornberger Seite aus zum Pressetermin »aufgestiegen«, berichten, dass ihre Gemeinde voll hinter dem Projekt stehe: »Wir wandern selbst gerne, und der Ort ist ideal. Hier verlaufen neben dem Hermannsweg auch der Wappenweg rund um Bielefeld, der Bergweltenweg entlang der letzten verbliebenen Wacholderheiden, der Bergmannsweg auf den Spuren des Kohlebergbaus und der Weg für Genießer.«

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