Finkenstraße: KWG-Kompromiss angenommen – CDU dagegen »Häuser bleiben Klötze«

Steinhagen  (WB). Die KWG will an der Amshausener Finkenstraße nun nicht mehr 60, sondern nur noch 54 Wohnungen bauen.

Von Annemarie Bluhm-Weinhold
Die KWG-Häuser an der Finkenstraße: Aus zehn kleineren sollen fünf große werden. Neben der Gebäudegröße bemängeln Anwohner und CDU auch die Zahl der Parkplätze.
Die KWG-Häuser an der Finkenstraße: Aus zehn kleineren sollen fünf große werden. Neben der Gebäudegröße bemängeln Anwohner und CDU auch die Zahl der Parkplätze. Foto: Hagemann

Während das städtebauliche Konzept von Stadtplaner Roger Loh (Büro Tischmann Loh), der KWG, der Gemeindeverwaltung und drei Fraktionen im Gemeinderat als »zielführend, sachgerecht und nachbarschaftsverträglich« gewertet wird, ist auch der Kompromissvorschlag nach Ansicht der CDU »Makulatur«: »Er ändert nichts an der Größe der Gebäude«, kritisierte Dr. Mechthild Frentrup. Die Häuser blieben große Klötze. Dieser Auffassung widersprach Christiane Manthey (Grüne) entschieden.

Am Donnerstagabend hatte der Bauausschuss über die Einwendungen aus der Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung zu entscheiden und die Offenlegung der Pläne zu beschließen. Dann können Anwohner, wie bereits im ersten Verfahrensschritt, wieder ihre Kritikpunkte äußern.

Aktionsbündnis vermisst Alternativvorschläge

Und die gibt es, wie sich auch in der Sitzung zeigte, noch reichlich. Denn 54 Wohneinheiten sind dem Aktionsbündnis Amshausen immer noch zu viele, und an der Ausrichtung mit der Längsseite zur Bebauung an der Amshausener Straße habe sich auch nichts geändert: »Wir vermissen einen Alternativvorschlag«, sagte Arthur Picker. Erstmals war in der Sitzung auch eine Variante mit Gebäuden gezeigt worden, die mit der Giebelseite zur Amshausener Straße ausgerichtet sind: »Warum haben wir das nicht früher gesehen und hätten darüber diskutieren können?«, fragte Mechthild Frentrup.

Bemängelt wird von der CDU wie den Anwohner nach wie vor die zu geringe Zahl der Parkplätze. 70 sind es für 54 Wohnungen. Dafür muss die Gemeinde die Fläche verkaufen, die heute schon als Parkraum genutzt wird.

SPD begrüßt das Plus von 14 Wohnungen

»Trotz der Reduktion der Wohneinheiten ergibt sich hier ein Plus von 14 Wohnungen. Wir begrüßen das«, sagte Hildegard Fuest (SPD): »Wir treten jetzt in eine neue Welt der Städtebauentwicklung ein«, hielt sie der CDU vor. Julian Bracht (FDP) spricht ebenfalls von einem nachhaltigen Bauprojekt. So fiel die Abstimmung über zahlreiche Einwendungen gegen die fünf Stimmen der CDU aus. Einstimmig aber wurde grundsätzlich die geplante Modernisierung der Häuser anerkannt und die Offenlegung der Pläne beschlossen.

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