Was die interkommunale Zusammenarbeit Steinhagen bringt
Regiopole schließt Radwege-Lücken

Steinhagen  (WB). Die Regiopole, der interkommunale Zusammenschluss zwischen Bielefeld und den Nachbarkommunen, nimmt Formen an. »Am konkretesten wird die Zusammenarbeit im Verkehrswesen«, sagt Bürgermeister Klaus Besser und nennt als Beispiele den Radverkehr und den ÖPNV.

Montag, 07.10.2019, 07:30 Uhr aktualisiert: 07.10.2019, 07:40 Uhr
Der Radweg an der ehemaligen B68 in Amshausen: Sein Ausbau ist ein Fall für die Regiopole. Foto: Bluhm-Weinhold

Mit einer Förderung aus Klimaschutzmitteln des Bundes wird derzeit unter Federführung eines neu eingestellten Planers im Bielefelder Rathaus ein Alltagsradwegekonzept erstellt, das in Steinhagen die frühere B68 zwischen den Wohnbereichen in Amshausen, Rote Erde und Osterfeldstraße betrifft. Dort ist der Radweg zwar vorhanden, aber zu schmal. Zu überlegen ist, ob es künftig eine Radwegeführung über einen Radfahrstreifen oder einen separaten breiteren Radweg geben soll. »Eine Machbarkeitsstudie wird jetzt erstellt«, so Besser.

Lückenschluss in Holtkamp

Ein zweiter Punkt der Radwegeplanung gilt dem Lückenschluss in Holtkamp. An der Isselhorster Straße endet der Fahrradweg derzeit an der Bielefelder Stadtgrenze. Fahrradfahrer müssen auf die Straße. Sie könnten auch ausweichen und über Wirtschaftswege nach Isselhorst gelangen. »Aber das ist eben der Unterschied zwischen den schnellen, direkten Alltagswegeverbindungen und den touristischen Routen«, so Besser.

Gerade dort, wo es um ortsübergreifende Planungen geht, ist die Regiopole also von Vorteil. Das wird auch an einem dritten Beispiel deutlich: die Verbindung zwischen Gütersloh über Brockhagen nach Halle. Dort sind Fahrradfahrer, wenn es die kürzeste Verbindung sein soll, auf den Mehrzweckstreifen der Umgehungsstraße gezwungen. »Am einfachsten wäre hier ein Radschutzstreifen«, sagt Klaus Besser. Denn der darf nicht überfahren werden.

Workshop in Halle

Am Mittwoch, 9. Oktober, 18 Uhr sind alle interessierten Bürger aus dem Altkreis aufgefordert, an einem Workshop in der Haller Remise teilzunehmen. Ein erster Vorschlag für ein Radverkehrsnetz zwischen den Kommunen der Regiopolregion soll mit den Bürgern weiterentwickelt werden. Am Mittwoch ist die Regiopole mit einem Sachstandsbericht auch Thema im Steinhagener Haupt- und Finanzausschuss.

Ein zweiter Aspekt der Regiopole betrifft den ÖPNV – und hier für Steinhagen konkret die »Uni-Linie«. Jüngst ist, wie berichtet, eine Verbindung von Steinhagen über den Peter und Dornberg zur Uni Bielefeld in den politischen Gremien befürwortet worden. »ÖPNV hört ja nicht an der Gemeindegrenze auf«, so Besser. Die Linie über den Berg wird in Bielefeld entschieden. Aber Steinhagen profitiert davon.

»Die Lebensbeziehungen der Menschen sind so eng verquickt, dass es sich lohnt, wenn Verwaltungen zusammenarbeiten«, so Besser zum Kerngedanken der Regiopole, der elf Kommunen angehören. Ein dritter Aspekt folgt noch: ein gemeinsames Portal für Kulturangebote.

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