In der Gemeindebibliothek Steinhagen geht es am 10. Oktober um die Zeitung »Neu in Deutschland«
Flüchtlinge schreiben über ihre Erlebnisse

Steinhagen (WB/anb). Bisher ging es immer um Literatur, mal poetisch, mal in Prosa, oder um literarische Sprache. Diesmal aber dreht sich die Reihe »Lesung & Gespräch« der Steinhagener Gemeindebibliothek und des Arbeitskreises Asyl um eine Zeitung.

Donnerstag, 03.10.2019, 07:30 Uhr aktualisiert: 03.10.2019, 07:50 Uhr
Christine Dresler und Wolfgang Groß laden ein, die Zeitung »nid – neu in Deutschland« kennen zu lernen. Foto: Annemarie Bluhm-Weinhold

Am Donnerstag, 10. Oktober, stellen Herausgeberin Dorte Huneke-Nollmann und drei Mitglieder ihrer Redaktion »nid – Neu in Deutschland« vor. Die Veranstaltung in der Gemeindebibliothek am Kirchplatz 26 beginnt um 19.30 Uhr.

Begegnung von neuen und alteingesessenen Steinhagenern

Christine Dresler, Integrationsbeauftragte der Gemeinde, rechnet damit, dass noch mehr Flüchtlinge als sonst zur Reihe »Lesung & Gespräch« kommen. »Denn die Zeitung wird in den Integrationskursen auch genutzt«, sagt sie. Aber vor allem geht es auch diesmal wieder um die Begegnung von neuen und alteingesessenen Steinhagenern.

Die Zeitung »nid – Neu in Deutschland« greift die Erfahrungen, Erlebnisse und Erwartungen von geflüchteten Menschen auf und lässt sie selbst sprechen – oder vielmehr: schreiben. »Viele Flüchtlinge erkennen sich in den Beiträgen wieder«, weiß Christine Dresler. Eine junge Syrerin, selbst gerade Mutter geworden, schildert beispielsweise, dass sie Hebamme werden will und dafür nun erst einmal ihr Abitur macht. Eine andere ihre Sehnsucht nach der Heimat Damaskus und ihre neue Liebe zu Berlin. Ein junger Mann aus Damaskus schreibt über die WhatsApp-Gruppe, in der sich die in vier Ländern verstreut lebenden Familienmitglieder heute austauschen wie früher beim gemeinsamen Abendessen.

Herausgeberin stellt die Zeitung vor

Die Zeitung wird vom NRW-Ministerium für Kultur und Wissenschaft finanziert und erscheint mit einer Auflage von 4000 Stück in ganz NRW. Der Abend in der Gemeindebibliothek wird mit einer Vorstellung der Zeitung durch die Herausgeberin beginnen. Danach aber sollen Texte gelesen werden.

Die Veranstaltung ist die zunächst vorletzte der von der Volksbankstiftung und den Belcanto-Chören unterstützten Reihe. Die letzte ist für Donnerstag, 5. März, in der Anti-Rassismus-Woche geplant. Wolfgang Groß vom AK Asyl kündigte bereits an, dass er einen Förderantrag zum Fortbestehen der Reihe vorbereite.

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