Das jetzt eröffnete ambulante Therapiezentrum Steinhagen vereint drei Praxen
Der Spatz landet im neuen Nest

Steinhagen (WB). Viel Platz für die therapeutische und pädagogische Förderung bietet eine neu eröffnete Praxen-Gemeinschaft an der Breslauer Straße: Steinhagener Praxen – ambulantes Therapiezentrum, kurz SPaTZ.

Freitag, 04.10.2019, 07:30 Uhr aktualisiert: 04.10.2019, 08:00 Uhr
Uwe Beintmann und Sabine Weber (»Spiel-Raum«), Christiane Dammann (Logopädische Praxis), stv. Bürgermeister Udo Bolte und Miriam Vincke (Ergotherapeutische Praxis; von links) begrüßen die ersten Besucher. Foto: Volker Hagemann

Initiator Uwe Beintmann aus Halle und seine Partnerin Sabine Weber haben dafür das Gebäude von Raumausstatter Theo Wilhelmstroop an der Breslauer Straße 24 erworben. Über mehrere Monate wurde es umgebaut; Beintmann, seine Familie und viele weitere Mitstreiter brachten dabei viel Eigenleistung ein. In Halle betreiben Uwe Beintmann und Sabine Weber bereits seit mehr als 20 Jahren das Zentrum für Heilpädagogik »Spiel-Raum«, bieten dort Frühförderung für Kinder an. »Hier in Steinhagen stehen uns nun weitere Räume für diese wichtige Arbeit zur Verfügung«, freut sich Beintmann.

Ideale Lage in der ruhigen Siedlung

Auf den insgesamt 300 Quadratmetern an der Breslauer Straße sind außer dem »Spiel-Raum« auch die Praxis für Logopädie von Christiane Dammann aus Harsewinkel und die Praxis für Er­go­the­ra­pie von Miriam Vincke aus Halle mit weiteren Räumen eingezogen. »So haben unsere Steinhagener Klienten nun kürzere Wege. Die Lage in der ruhigen Upmann-Siedlung mit der Tempo-30-Zone ist dafür ideal«, findet Uwe Beintmann.

Zur Eröffnung mit einem Tag der offenen Tür waren jetzt neben den Betreibern und ihrem jeweiligen Team auch viele Klienten, Freunde, Nachbarn und Steinhagens stellvertretender Bürgermeister Udo Bolte gekommen. Sie besichtigten die großzügig geschnittenen, hell gestalteten Spiel-, Therapie- und Beratungsräume und kamen mit den Therapeuten ins Gespräch.

Bedarf nach individueller Förderung ist groß

Dass der Bedarf an individueller Förderung von Kindern, Jugendlichen, aber auch Erwachsenen, groß ist, bestätigen alle drei Praxisinhaber. Termine für den »SPaTZ« erhalten Eltern entweder über den Hausarzt oder durch Vermittlung des Kreises Gütersloh. Ob Ergotherapie mit gezielter Förderung manueller und geistiger Fähigkeiten, Logopädie mit gezielter Stimm- und Sprachtherapie oder eben die Frühförderung in den ersten Lebensjahren – »auf diese Weise sollen Kinder ihren Platz in der Gemeinschaft finden können«, betont Uwe Beintmann.

Sein Sohn Michael las zur Eröffnung passenderweise Auszüge aus »Michel aus Lönneberga«; denn auch in Astrid Lindgrens Buch wird aus dem anfänglichen »Lausejungen« am Ende ein »Gemeinderatspräsident«.

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