Erster Sommer-Lese-Club in Steinhagen: 161 Kinder lassen sich begeistern
Die Premiere ist gelungen

Steinhagen (WB). Sechs erlebnisreiche Wochen liegen hinter den 161 Teilnehmern beim ersten Sommer-Lese-Club Steinhagens. Denn jedes Buch hat die Leseratten in eine andere Welt getragen. Die Vergabe der Lese-»Oscars« jedoch war ganz im Hier und Jetzt.

Montag, 23.09.2019, 07:29 Uhr aktualisiert: 23.09.2019, 08:01 Uhr
In sechs Sommerferienwochen ließen sich die Kinder Steinhagens erstmals von den Büchern des Sommer-Lese-Clubs ins Reich der Phantasie tragen. Foto: Eische Loose

Es waren nicht allein 111 Mädchen und 50 Jungen, die einzeln oder als Team das Angebot des Leseclubs nutzten. Denn neben den Ausflügen in die Phantasie, die zwischen zwei Buchdeckeln steckt, gab es auch Back- und Krimi-Workshops, eine Kreativ-Werkstatt und fünf Escape-Room-Abenteuer.

Ein tolles Angebot, das Bibliotheksleiterin Manuela Heinig mit ihrem Team aus Sigrid Flemming, Louisa Korczak, Dan Lohmeyer und Lary Matiszik bereit gestellt hatte. Dennoch blieben das Wichtigste für die Kinder zwischen acht und zwölf Jahren die Geschichten, die sie gedruckt auf Papier, als E-Book oder auch als gelesenes Werk im Hörbuch verschlungen haben.

Wort-Karaoke

Lesen könne manchmal tatsächlich dröge und beruflich sein, räumte Bürgermeister Klaus Besser ein. Dann wieder sei es spannend und privat: »In den Ferien hatte ich Zeit und habe ganze sechs Bücher gelesen«, erzählte er, bevor es für die versammelten Kinder im Ratssaal an ein »Wort-Karaoke« ging. Frei lasen sie dabei kurze Literaturstücke vom eingeblendeten Bild ab. Damit genug Rollen dafür zur Verfügung standen, suchte DJ Frank Sommer zwischen zwei und acht Kinder aus. Da war in der Pause eine Stärkung mit Muffins äußerst willkommen.

Immerhin stand die Vergabe der Lese-»Oscars« noch aus. Die Jury-Mitglieder Louisa Korczak und Carola Pickard hatten dabei ausgewertet, dass das Team »Die unschlagbaren JoJoNiTiVv« mit 75 Bücher die meisten Werke gehört und gelesen hatte. Was sie gelesen und wie sie es gefunden hatten, notierten die jungen Leser dabei in einem Log-Buch.

»Oscars« für die Eifrigsten

Das kreativste hatte die Gruppe »Reading Wild Pineapple« angelegt. Der Jury sofort ins Auge gesprungen war jedoch das Log-Buch der »Anderen«, die daher ebenfalls mit einem »Oscar« prämiert wurden. Weitere Auszeichnungen gingen an »ALF«, das Super-Familien-Team sowie an die »Kreative Books«, die die besten fünf Gründe zu lesen angegeben hatten.

Schließlich erhielten die »Leseratten Schwittay« ihren Oscar für die beste Geschichte bzw. das schönste Leseerlebnis. Damit gingen die Auszeichnungen ausschließlich an Teams, die zwei bis fünf Personen bestehen mussten. Sie waren während der gesamten Veranstaltung neben allein 18 Einzellesern die große Mehrheit.

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