Evangelische Kirchengemeinde Steinhagen geht von 100.000 Euro Kosten aus
Ehrgeiziges Gartenprojekt geplant

Steinhagen (WB). Wer hinter dem Dietrich-Bonhoeffer-Haus und der Begegnungsstätte ins Freie tritt, findet sich auf einer eher trostlosen kahlen Fläche wieder. Das soll sich ändern: Für mehr als 100.000 Euro soll hier ein »Garten der Generationen« entstehen.

Freitag, 06.09.2019, 07:30 Uhr
Pfarrerin Kirsten Schumann, Pfarrer Christhard Greiling, Gemeindepädagogin Andrea Melzer, Stiftungs-Vorsitzender Carl-Wilhelm Borgstedt und FSJ’lerin Clara Terboven (von links) stellen das Gartenprojekt hinter dem Dietrich-Bonhoeffer-Haus vor. Foto: Volker Hagemann

»Wir haben allein in der Begegnungsstätte eine Reihe an aktiven Gruppen, die sich regelmäßig treffen. Von deren Seite kommt immer wieder der Wunsch, das große Freigelände hinter dem Haus zu nutzen. Auch an einer Neugestaltung würden viele mitwirken«, berichtet Pfarrer Christhard Greiling. Die Evangelische Kirchengemeinde ist Eigentümerin der mehr als 1000 Quadratmeter großen Fläche. Derzeit gibt es dort einen Grillplatz, der seine besten Tage hinter sich hat, eine Hütte und einen zugewachsenen Teich.

Auch Gemeindepädagogin Andrea Melzer, die außer dem CVJM viele weitere Projekte der Kinder- und Jugendarbeit mit organisiert und betreut, findet das Areal reizvoll: »Das Volleyballfeld etwa ist sehr gefragt. Da wäre es schön, auch weitere Bereiche der Grünfläche für die Nachwuchs-Gruppen nutzen zu können.«

Der Garten soll ein Ort der Begegnung sein, in dem man in Kontakt zu anderen kommen kann, wo man miteinander etwas unternehmen und voneinander lernen kann.

Pfarrer Christhard Greiling

Ältere Menschen, dazu Kinder und Jugendliche – da sei ein »Garten der Generationen« die ideale Möglichkeit, Menschen unterschiedlichen Alters zusammenzubringen, findet auch Christhard Greiling. »Der Garten soll ein Ort der Begegnung sein, in dem man in Kontakt zu anderen kommen kann, wo man miteinander etwas unternehmen und voneinander lernen kann«, sagt er. Auch Menschen mit Behinderung könnten gut eingebunden werden. Als Kirche gehe es zudem um Werte wie Nachhaltigkeit und die Bewahrung der Schöpfung.

Gestaltung mit Bänken unter Bäumen, Schmetterlingsgarten und Schachspiel

Und so setzte sich Greiling mit Andrea Melzer, Pfarrerin Kirsten Schumann, Ralf Engelhardt (kirchlicher Fachausschuss für Bauangelegenheiten), Carl-Wilhelm Borgstedt (Helling- und Twistel-Stiftungen) sowie den ehrenamtlichen Mitarbeitern Finn Best und Clara Terboven im Oktober 2018 zum ersten Planungstreffen zusammen. Gestaltungsideen gibt es bereits: »Zum Beispiel ein Atrium mit Bänken unter Bäumen, einen Garten mit insekten- und schmetterlingsfreundlichen Pflanzen, vielleicht ein Schachspiel«, nennt Kisten Schumann Beispiele. Gartenbau-Fachmann Wilfried Kampmann steht als Berater zur Seite.

Bleibt die Frage der Finanzierbarkeit. Schließlich kalkuliert die Kirchengemeinde für die gesamte Umgestaltung der jetzigen Wiesenfläche gut 100.000 Euro an Kosten ein. »Wir haben bereits eine Zusage für 60.000 Euro an Fördermitteln durch die Diakonie, die wiederum Erträge der Glücksspirale erhält«, berichtet Christhard Greiling. Den Restbetrag will man nun über zweckgebundene Spenden finanzieren – »Fundraising« ist das Stichwort. Die Helmut-Helling- und die Helene-Twistel-Stiftung verschicken dazu im Oktober Spendenbriefe.

Am 8. September wird die Planung im Gottesdienst vorgestellt

Am Sonntag, 8. September, ist der künftige »Garten der Generationen« auch in den Gottesdiensten Thema; sie beginnen um 10 Uhr in der Dorfkirche und um 18 Uhr im Dietrich-Bonhoeffer-Haus (als Jugendgottesdienst »Mess@ge«).

Die Initiatoren sind zuversichtlich: Noch in diesem Herbst – zur besten Pflanzzeit – sollen erste Arbeiten starten. »Am 19. April 2020 wollen wir den Garten einweihen«, sagt Andrea Melzer.

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