70 Jahre Schwimmclub Steinhagen-Amshausen – ein Rückblick
Olympia-Team schwimmt im Waldbad

Steinhagen  (WB). Die deutsche Olympia-Mannschaft schwimmt im Steinhagener Waldbad – eine Sensation, damals 1952 wie heute, und ein Meilenstein in der noch jungen Geschichte des Schwimmclubs Steinhagen-Amshausen (SCSA). Heute auf den Tag genau vor 70 Jahren, am 3. September 1949, hat sich der Verein gegründet. Ein Rückblick.

Dienstag, 03.09.2019, 03:00 Uhr
Die Schwimmerinnen und Schwimmer der deutschen Olympia-Mannschaft trugen im Mai 1952 ihre letzte Qualifikation im Waldbad aus. Der SCSA hatte den Wettkampf organisiert. Foto: WB

»Unvorstellbar für heutige Verhältnisse«, findet denn auch SCSA-Jugendtrainer Klaus Völcker. Aber tatsächlich: Im etwa 16 Grad kalten Wasser des Naturbades trugen die deutschen Schwimmer ihre letzte Qualifikation für die Olympischen Spiele 1952 in Helsinki aus. »Und der SCSA schulterte damit nur drei Jahre nach seiner Gründung gleich eine Riesen-Veranstaltung«, so Völcker.

Freunde in Woerden

Viele internationale Meetings folgten, wie sich Klaus Völcker erinnert. Ende der 1950er Jahre traten auch die frisch gewonnenen Freunde aus dem holländischen Woerden in Steinhagen an. Der SCSA könne sich zu Recht als »Geburtshelfer« der heutigen Städte-Partnerschaft zwischen Steinhagen und Woerden betrachten, meint Völcker.

Unabhängig vom sportlichen Vereinsleben mit Training und Wettkämpfen – auch für das Gemeindeleben hat der SCSA über die Jahre viel getan. Genannt seien etwa die Zeltfeste im Waldbad, die Winterfeste im Quellental und die Nikolaus-Feier im Bahnhofs-Hotel mit dem legendären SCSA-»Sprungbrettl«.

Bilderschau aus 70 Jahren

Diese Höhepunkte des Vereinslebens werden ebenso wie die sportlichen Erfolge und manche Anekdote an diesem Samstag lebendig, wenn der Verein in der Mensa des Schulzentrums seinen 70. Geburtstag in lockerem Rahmen feiert. Dazu gehört auch eine umfangreiche Bilderpräsentation. Unter der Federführung von Natalie Finken und Mariola Niegoth sind auch wieder Wolfgang Milting, Klaus Völcker und Günther Hackenberg dabei, der bereits zum 50jährigen Bestehen für eine tolle Ausstellung für die Zeit von 1949 bis 2000 sorgte. Die aktuelle Präsentation sei in digitalisierter Form, kündigt Klaus Völcker an: »Mariola Niegoth hat in den vergangenen Wochen mit einem enormen Aufwand die Lücke von 2001 bis heute geschlossen. 70 Jahre SCSA werden per Beamer auf Leinwänden gezeigt«, sagt er. Natürlich könne in alten Vereinszeitschriften, Protokollen und Foto-Alben geschmökert werden.

Ehrenamtliche gesucht

Nach der Vereinsgründung am 3. September 1949 mit Ernst Völcker und Fritz Vorhölter an der Spitze habe den SCSA immer ausgezeichnet, dass ehemalige oder noch Aktive dem Verein vieles zurückgegeben haben, unter anderem durch Übernahme von Vorstandsposten, so Völcker. Beispielhaft nennt er Friedel Aldenhoff, Günther Hackenberg, Herbert Mikoteit, Udo Wolf, Holger Wienke, Ingo Kofortschröder, Dieter Strakerjahn, Anne Völcker, Natalie Finken, Ulrike Cordes, Nicola Winkler und Celestina Kansy. Und natürlich gehört er als Trainer auch selbst mit in diese Reihe. »Trotz der großen Erfolge im sportlichen Bereich und der intensiven Nachwuchsarbeit suchen wir ehrenamtliche Unterstützung«, so Völcker.

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