Beim »Tag des offenen Denkmals« steht die Hofstelle König im Mittelpunkt
Blick hinter Mauern auf Unbekanntes

Steinhagen  (WB/anb). Dieses Denkmal ist – offiziell jedenfalls – noch gar keins. Und doch steht es beim »Tag des offenen Denkmals« am Sonntag, 8. September, im Mittelpunkt: die Hofstelle König am Hilterweg 100. Eine Unbekannte, die sich dem Blick durch hohe Mauern und Bäume weitgehend entzieht.

Mittwoch, 07.08.2019, 03:00 Uhr
Zwischen Haupthaus und Wirtschaftsgebäude: (von links) Erich Wehmeier, Ingrid Haskenhoff, Margret Krullmann und Horst Neugebauer laden an den Hilterweg 100 ein. Foto: Bluhm-Weinhold

Wie mehrfach berichtet, soll der an historischer Bausubstanz und altem Baumbestand reiche Stammsitz der Steinhägerfabrikantenfamilie König demnächst um neue Wohngebäude ergänzt werden. Das Bebauungsplanverfahren läuft. Das passt hervorragend zum Motto der bundesweiten Aktion »Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur«.

Die Veranstalter wollen den Bogen zwischen Historie und Gegenwart schlagen und ein Stück weit in die Zukunft blicken. Das Organisationsteam bilden Ingrid Haskenhoff, bei der Gemeinde zuständig für Denkmalschutz, Stadtführerin Margret Krullmann, Hobby-Historiker Erich Wehmeier, Bau-Experte Ulrich Bardehle und Horst Neugebauer, der das Projekt für die König-Vermögensverwaltungs-Gesellschaft GmbH leitet. Um 13, 14 und 15 Uhr führt er die Besucher über das Gelände. »Altes bewahren, Neues erschaffen, und das unter angemessener Neuverdichtung, um Rentabilität auf dem Gelände zu erzielen«, nennt Neugebauer das Prinzip.

Hofstelle seit dem 17. Jahrhundert

Die Hofstelle König gibt es seit Ende des 17. Jahrhunderts. Erich Wehmeier wird die historischen Erläuterungen beim Denkmaltag geben. Bis 1780 stand dort ein kleiner Hof, dann wurde das Wohnhaus in seiner jetzigen Form errichtet und 1940, also im Krieg, komplett neu gebaut. An gleicher Stelle. Ein Denkmal müsse nicht immer schon hundert Jahre alt sein, erklärt Ingrid Haskenhoff. Die Denkmalwürdigkeit ist von den Experten des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) inzwischen festgestellt – was noch fehlt, ist die offizielle Aufnahme in die Denkmalliste. Das gilt ebenso für das durch seinen Turm markante Wirtschaftsgebäude. Dieses wurde 1955 errichtet. Was man von außen nicht sieht: In diesem Turm gibt es eine Treppe, die ins Nichts führt. Ebenfalls unter Denkmalschutz gestellt wird der Park mit uraltem Baumbestand.

Ein Blick hinter die Mauern der Hofstelle König

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  • Ein Blick hinter die mauern der Hofstelle König
Foto: Annemarie Bluhm-Weinhold
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Nach den neuen Bauplänen sollen in dem Gebäude zwei Wohnungen und eine kleine Gewerbefläche entstehen. Geplant sind, wie berichtet, zudem drei Mehrfamilienhäuser im Bereich des Hilterweges, die König vermietet: unaufdringlich in Erdtönen gehalten. »Wir bieten zeitgemäßes Wohnen in schöner Lage. Das sind keine Luxushäuser«, so Neugebauer.

Das sieht allerdings für drei Grundstücke im hinteren Bereich des Areals anders aus. Dort entstehen hochklassige Wohnhäuser. 100 Interessenten haben sich schon gemeldet, »die die Lage und die Großzügigkeit des Areals schätzen«, so Neugebauer.

Wer am 8. September dabei sein möchte, sollte sich bei Ingrid Haskenhoff anmelden (05204/997-326) oder per E-Mail: ingrid.haskenhoff@steinhagen.de. Sie rät wegen begrenzten Parkraums, zu Fuß oder per Rad zu kommen.

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