Nach 14 Jahren erhalten die Räume des Steinhagener Gymnasiums ihren ersten Neuanstrich
Ganz in Weiß

Steinhagen (WB). An die 700 Liter Farbe dürften wohl benötigt werden, um es grob vorherzusagen. Denn im Steinhagener Gymnasium wird jetzt zum ersten Mal seit 14 Jahren wieder frisch gestrichen.

Donnerstag, 01.08.2019, 07:30 Uhr
Die Tafeln haben erst einmal Pause und sind mit Schutzfolie abgehängt. Maik Schlawin, Rolf Karsten und Andreas Steffen (von links) vom Herforder Malerbetrieb Spies verpassen der ersten Hälfte der SteinGy-Innenräume frische Farbe. Foto: Volker Hagemann

Schließlich ist die Zeit der Schulferien auch in Steinhagen traditionell die Zeit der Sanierungs- und Umbaumaßnahmen an öffentlichen Gebäuden. Nun ist also auch das SteinGy mal wieder an der Reihe. Während beispielsweise an der Grundschule Steinhagen in diesen Tagen ein neuer Fahrstuhl installiert wird und ganze Sanitärtrakte komplett erneuert werden , geht es am Gymnasium um einen neuen Anstrich. Klingt erst einmal wenig aufwändig, doch die Arbeiten haben es wegen der großen Fläche in sich.

3500 Quadratmeter sind erst die Hälfte

Während Schüler, Lehrer und das weitere Personal des SteinGy derzeit Pause vom Schulbesuch haben, geht es in dem Gebäude am Cronsbach weiterhin betriebsam zu. Denn die Zeit drängt: Bis zum Ferienende sollen insgesamt 3500 Quadratmeter frisch gestrichen und getrocknet sein.

»Und das ist erst die Hälfte der gesamten Wandflächen in der Schule. Die Deckenflächen sind da noch nicht einmal mit eingerechnet; sie werden nur an dringend ausbesserungsbedürftigen Stellen neu gestrichen«, erklärt Dirk Pischel vom Gebäudemanagement der Gemeinde Steinhagen. »Die zweite Hälfte sollen die Maler zu einem späteren Zeitpunkt erledigen, den wir aber noch nicht festgelegt haben.«

Eine Fläche wie 78 kleine Wohnungen

Zeitaufwändig gestaltete sich zu Ferienbeginn vor allem das Abkleben. Doch die Handwerker des Herforder Malerbetriebs Spies liegen gut in der Zeit. Mit 3500 Quadratmetern haben sie zwar so viel Fläche zu streichen wie in umgerechnet 78 Wohnungen à 45 Quadratmeter Durchschnittswohnfläche. »Aber glücklicherweise gibt es hier im Gymnasium keinerlei Stellen oder Ecken, die die Arbeiten kompliziert machen würden«, sagt Malermeister Maik Schlawin.

»Die diesjährigen Malerarbeiten erstrecken sich auf die Bauteile C-Süd und C-Ost inklusive Klassenräumen und Fluren, auf Foyer und Toiletten sowie auf die Musik- und weiteren Fachräume des Bauteils A im ersten Stock«, beschreibt Dirk Pischel. »Die ›Gebäudearme‹ im Anbau sind jetzt noch nicht an der Reihe.« Eimerweise stehen hunderte Liter an Dispersionsfarbe bereit, darunter strapazierfähige Latexfarbe für die Chemieräume. Gibt es eine bestimmte, vielleicht geänderte Farbgebung im SteinGy? Eher nicht, schränkt Innenarchitektin Janine Ostermann vom Architekturbüro Stüwe ein: »Wir müssen uns ja ans Konzept der damaligen Planung halten. Und da sind die Wände fast durchgehend weiß.«

Keine Graffiti – nur kleine Schmierereien

Immerhin war der bisherige Anstrich offenbar widerstandsfähig: »2005 ist das Gymnasium erbaut worden, erst jetzt nach 14 Jahren gibt es innen einen Neuanstrich«, betont Pischels Kollege Heiko Hinderlich. Zudem seien die Wände von Graffiti verschont geblieben, und die eine oder andere kleine Schmiererei an den Wänden sei ja an einer Schule eher normal.

Für die jetzigen Malerarbeiten im Steinhagener Gymnasium sind 69.000 Euro im Gemeindehaushalt eingeplant. »Diese Summe werden wir aber unterschreiten«, sagt Dirk Pischel.

Endlich wieder richtig lüften

Die Handwerker indes freuen sich, dass sie in dieser Woche im SteinGy wieder richtig lüften können; das sah während der Hitze und Schwüle vor wenigen Tagen noch ganz anders aus.

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