Dressur: Lia Welschof gewinnt das Finale der Großen Tour, die Steinhagenerin Kathrin Sudhölter ist trotz Platz neun zufrieden
Hochklassige Aufgabe gemeistert

Steinhagen (WB/anb). Die amtierende Mannschafts-Europameisterin der Jungen Reiter, Lia Welschof aus Hövelhof, hat bei den Reitertagen das Finale der Großen Tour, den Großen Preis in der Dressur, gewonnen. Mit einer hochklassig gerittenen Aufgabe setzte sie sich auf Don Windsor mit 71,9 Prozent vor ihrer Vereinskameradin Jill Mieleszko-Vekens und Ellen Richter (RuFV Bad Essen) an die Spitze des Teilnehmerfeldes.

Montag, 08.07.2019, 07:30 Uhr
Heimspiel: Kathrin Sudhölter auf Desario. Die Reiterin vom Gestüt Westfalenhof landet in der Dressurprüfung am Sonntagnachmittag auf Rang neun. Foto: Sören Voss

Mit Heike Stute vom RFV Ravensberg, die auf Dancing Queen am Ende Platz zwölf belegte, und Kathrin Sudhölter waren auch zwei Reiterinnen aus dem Altkreis Halle dabei. Nur ein knapper Kilometer Luftlinie vom Westfalenhof zum Reitsportzentrum – eine kürzere Anreise als Kathrin Sudhölter hatte kein anderer Teilnehmer der Steinhagener Reitertage. Ausgenommen ihr Ehemann Sven natürlich, der im Springen mehrfach dabei war. Heimvorteil also? »Nicht doch«, wehrte die Dressurreiterin ab. »So unaufwendig wie das ist, wenn man zeitlich genau passend zur Start kommen kann, so hoch ist doch die nervliche Anspannung, vor heimischem Publikum zu starten«, sagte sie.

Platz zwei mit Bossanova in der Mittleren Tour

Als eine von zwölf Starterinnen und Startern hatte sie sich für das Finale der Großen Tour qualifiziert. Allerdings blieb sie nicht ganz ohne Fehler – Platz neun war es am Ende. Dennoch ist sie mit den Reitertagen insgesamt zufrieden: Denn mit Bossanova belegte sie in der Mittleren Tour Platz zwei. »Die Große Tour war etwas wackeliger«, sagte sie. Denn Desario hatte eine etwas längere Turnierpause, da ist ein Wiedereinstieg gleich in einer Zwei-Sterne-S-Prüfung schon anspruchsvoll.

Kathrin Sudhölter reitet die Hengste des Gestüts Westfalenhof. Mit beiden, Bossanova wie Desario, arbeitet sie schon lange. »Desario ist das beste Sportpferd, das wir haben«, sagte sie. Sowohl für die Pferde wie für die Reiterin ist mit dem Turniersport aber auch eine Doppelbelastung verbunden. Denn die Pferde sind körperlich sehr gefordert: »Einerseits müssen sie Macho sein, andererseits müssen sie sich im Dressurviereck benehmen«, sagte sie. Und für sie selbst heißt jeder Auftritt auch, dass nicht nur die Richter genau hinschauen, sondern auch die Züchter unter den Zuschauern. Kathrin Sudhölter ist schließlich immer auch Repräsentantin des Steinhagener Gestüts.

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