A33 in Steinhagen: Alkoholisierter Fahrer schwer verletzt – Polizei findet Schlagstock und Pfefferspray im Auto
Unfall mit Waffenfund

Steinhagen (WB). Ein schwerer Unfall am Donnerstagabend auf der A33 war das eine – doch der brachte der Polizei dann noch eine weitere Entdeckung im Unfallfahrzeug.

Freitag, 07.06.2019, 12:20 Uhr aktualisiert: 07.06.2019, 12:22 Uhr
Symbolfoto. Foto: Jörn Hannemann

Der Alleinunfall ereignete sich laut Polizei Bielefeld um 18.50 Uhr zwischen Künsebeck und Steinhagen in Fahrtrichtung Paderborn: »Zeugen sagten uns anschließend, dass sie zuvor von einem schwarzen Mercedes mit extrem hoher Geschwindigkeit überholt worden seien«, berichtet Michael Kötter von der Bielefelder Polizei.

In beide Leitplanken gekracht und quer zur Fahrbahn zum Stehen gekommen

»Der Fahrer der C-Klasse jüngeren Baujahrs verlor nach unseren Erkenntnissen die Kontrolle über sein Fahrzeug, Zeugen sprachen von einer Vollbremsung«, so Kötter. Der Mercedes sei daraufhin erst nach rechts, dann nach links geschleudert, auf beiden Seiten in die Leitplanken gekracht und schließlich quer zur Fahrbahn mit der Front zur Mitte zum Stehen gekommen – kurz vor der Brücke des Upheider Weges. »Nach notärztlicher Versorgung brachten Kollegen vom Rettungsdienst den schwer verletzten Mann in ein Bielefelder Krankenhaus. Er war aber weiterhin ansprechbar«, sagt Michael Kötter. Weitere Personen wurden bei dem Unfall nicht verletzt.

Leere Bierdosen und Schnapsflasche im Auto gefunden

Ein bei dem Mann durchgeführter Atemalkoholtest verlief positiv, daraufhin wurde eine Blutprobe durchgeführt. Die zulässige Promillegrenze sei »deutlich überschritten« worden. Im Auto fand die Polizei mehrere leere Bierdosen und eine Spirituosenflasche.

Am Fahrzeug entstand ein geschätzter Sachschaden in Höhe von 14.000 Euro. Auch Feuerwehrleute der Löschzüge Halle und Künsebeck waren im Einsatz. Die Autobahn war in Fahrtrichtung Paderborn vorübergehend gesperrt.

Teleskopschlagstock, Elektroschocker und Pfefferspray griffbereit im Auto

Bei den weiteren Untersuchungen am Unfallfahrzeug wurden die Polizisten dann auf ganz besondere Gegenstände aufmerksam, wie Michael Kötter berichtet: »Der Fahrer, ein 44-jähriger polnischer Staatsangehöriger, führte griffbereit einen Teleskopschlagstock, einen Elektroschocker und Pfefferspray mit sich.« Bei deutschen Staatsangehörigen würde es sich laut dem Polizeisprecher um einen Verstoß gegen das Waffengesetz handeln. Inwieweit man den Polen diesbezüglich belangen könne, werde derzeit geprüft, erklärt Michael Kötter.

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