Kreis ordnet Signalanlage für gefährliche Steinhagener Kreuzung an – Planung angelaufen
Ampel an der Liebigstraße kommt

Steinhagen (WB). Während der Fokus derzeit vor allem auf die Situation von Radfahrern und Fußgängern an der A33-Auffahrt gerichtet sind, ist für eine weitere hochriskante Kreuzung nur wenige Meter entfernt an der Bielefelder Straße endlich die Lösung da: Die Ampel an der Liebigstraße kommt.

Mittwoch, 08.05.2019, 07:30 Uhr
Die Kreuzung Liebigstraße/Bielefelder Straße: Den Messungen des Kreises zufolge ist der Verkehr so angestiegen, dass die Kreuzung ohne Ampel nicht mehr leistungsfähig ist. Foto: Annemarie Bluhm-Weinhold

Die Straßenverkehrsbehörde des Kreises Gütersloh hat die Signalanlage angeordnet. »Das war ein lange verfolgter Wunsch der Gemeinde. Eine gute Nachricht für Steinhagen«, sagte Bürgermeister Klaus Besser. Der Landesbetrieb Straßen NRW, lange ablehnend bei diesem Thema, muss nun eine Ampel bauen.

Durch Kopplung mit anderen Ampeln möglichst »grüne Welle«

Was aus Sicht des Bürgermeisters zudem wichtig ist: »Die Steuerung der Ampel soll gekoppelt mit den Ampelschaltungen an der A33 sowie der Langen Straße erfolgen. Das bedeutet im Idealfall also grüne Welle«, so Besser.

Bis die Ampel aber tatsächlich in Betrieb ist, wird es noch etwas dauern. Sven Johanning, Pressesprecher des Landesbetriebs, sagte, die Planung sei angelaufen. Doch brauche ein solches Verfahren Monate: »Wenn wir die Ampel dieses Jahr noch hinbekommen, läuft es sehr gut.« Er versicherte, dass die Signalanlage vor der Komplettsanierung der Bielefelder Straße, die Straßen NRW für Ende 2020 plant, installiert sei.

Kreuzung gilt seit vielen Jahren als hochbrisant

Mit dem Bau der Ampel schließt sich ein langes Kapitel. Seit Jahren gilt die Kreuzung als hochbrisant, seitdem dort der Verkehrsdruck steigt und es gerade in Stoßzeiten zu unzähligen riskanten Situationen gekommen ist, die etliche Male in Unfälle mit Blech- und auch Personenschäden gipfelten. 2017 wurde die Kreuzung von der Unfallkommission des Kreises als Unfallhäufungspunkt eingestuft. Im Gemeinderat war daraufhin auf Betreiben der SPD ein Antrag auf eine sofortige provisorische Ampel verabschiedet worden. Diese kam zwar nicht. Aber nach der Freigabe der Autobahn im April 2018 hat der Kreis eine erneute Verkehrszählung machen lassen und daraufhin die Signalisierung der Ampel zunächst empfohlenDie Verkehrsmengen haben so zugenommen, dass der Knotenpunkt unbeampelt nicht mehr leistungsfähig ist. Zudem: Auch der vielfrequentierte Schulweg aus den Gebieten oberhalb der Bahn quert die Liebigstraße. Auch das war immer als gefährlich eingestuft worden. Erst im Januar war dort ein Schulkind verunglückt.

Zuletzt hatten sich auch die Bürger eingemischt: Mehr als 400 Unterschriften hatte die unweit der Kreuzung ansässige Physiopraxis IBT vor kurzem gesammelt und Straßen NRW übergeben.

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