Praktikumsmesse: Realschüler berichten vom Berufsalltag
Zwischen Kuhstall und Klinik

Steinhagen   (WB). Erste Berufserfahrung sammeln, dazu hatten Steinhagens Realschüler der neunten Jahrgangsstufe vor den Osterferien die Gelegenheit im Rahmen des Betriebspraktikums. Jetzt stellten sie ihre Ergebnisse öffentlich vor.

Sonntag, 05.05.2019, 11:30 Uhr aktualisiert: 05.05.2019, 12:00 Uhr
Haben ihr Praktikum in der Landwirtschaft absolviert: Phil Ellerbrake (links) und Lukas Trodtfeld. Foto: Malte Krammenschneider

Um diese Auseinandersetzung mit der eigenen Zukunft nachhaltig zu gestalten, hat die Schule die inzwischen neunte Praktikumsmesse auf die Beine gestellt, bei der die Heranwachsenden jüngeren Mitschülern von ihren Erlebnissen berichteten.

»Ich habe mein Praktikum bei der Firma Doussier in Bielefeld absolviert. Die Arbeit eines Zerspanungsmechanikers gefällt mir sehr gut, und besonders spannend war es, einen Würfel aus Aluminium herzustellen«, erklärte Jakob Groh aus der 9b, bei dem das Praktikum anscheinend bleibenden Eindruck hinterlassen hat.

Praktikum ind er Landwirtschaft

Ähnlich angetan von ihrem Ausflug in die Arbeitswelt waren auch Phil Ellerbrake und Lukas Trodtfeld, die sich für die Landwirtschaft entschieden hatten. Ersterer verbrachte sein Praktikum beispielsweise auf dem Brockhagener Hof Speckmann-Wortmann, wo die »Dorfmilch« herkommt. »Dort konnte ich beim Melken helfen, wir haben Gülle ausgefahren, und es wurde gegrubbert«, sagte Phil Ellerbrake. Er hatte den Mitschülern zur Veranschaulichung nicht nur ein Plakat mit Informationen, sondern auch Stroh und verschiedene Getreidesorten mitgebracht.

Ein paar Meter weiter schilderten Schülerinnen ihre Erfahrungen, die sie als Krankenschwestern und Physiotherapeutinnen gesammelt hatten. Auf dem Flur wurde kurzerhand ein kleiner Friseur-Salon aufgebaut. Und ein Schüler kochte fleißig Pudding, den er von seinem Praktikumsbetrieb Oetker zur Verkostung geschenkt bekommen hatte.

Vernetzung immer besser

Zudem waren der Kooperationspartner Storck und eine Mitarbeiterin der Agentur für Arbeit als Ansprechpartner vor Ort. Handwerkliche und kaufmännische Berufe wurden ebenfalls präsentiert und rundeten damit das umfangreiche Angebot ab.

»Die Kinder und Jugendlichen sollen sich schon möglichst früh Gedanken machen und Erfahrungen sammeln. Das erleichtert ihnen die Entscheidung für ihren weiteren Weg. Mittlerweile finden hier regelrechte Messe-Gespräche statt. Das freut uns sehr«, erklärte Berufswahlkoordinatorin Kirsten Siebert. Sie berichtete von einer guten Zusammenarbeit mit den hiesigen Unternehmen und einer immer besser werdenden Vernetzung.

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