Brockhagen und OWL tanzt mit den Kyffhäusern in den Mai Wenn die Gläser im Schrank vibrieren

Steinhagen-Brockhagen (jog). »Es gibt tatsächlich Leute, die in jedem Jahr wiederkommen«, freut sich Klaus Landwehr, Vorsitzender der Kyffhäuser-Kameradschaft. Auch bei der 27. Auflage von »Tanz in den Mai« im Schatten der Alten Dorfschule in Brockhagen feiern wieder mehr als tausend Besucher ausgelassen bis in die frühen Morgenstunden.

Bei Biergartenatmosphäre bereiten sich die Gäste auf einen langen Tanz in den Mai vor.
Bei Biergartenatmosphäre bereiten sich die Gäste auf einen langen Tanz in den Mai vor. Foto: Johannes Gerhards

Zwischen 20 und 21 Uhr ist der Eintritt noch frei. Viele Nachbarn nutzen die Gelegenheit, um bei Biergartenatmosphäre mal reinzuschauen, eine Bratwurst zu essen und Hallo zu sagen. Das Verhältnis zu den Anliegern ist Landwehr zufolge ausgezeichnet. Neulich habe ihm noch jemand gesagt »Auch wenn die Gläser wieder im Schrank vibrieren, man muss den jungen Leuten doch was bieten«. So hat sich die Veranstaltung in ganz Ostwestfalen-Lippe herum gesprochen, ihr Einzugsbereich reicht bis weit hinter die größeren Städte Bielefeld und Gütersloh.

Für adäquate und tanztaugliche Beschallung ist neben DJ »Feierkaiser« die Band »Music and Fun« zuständig. Das aus Keyboarder Klaus Wulfheide, Sängerin Heike Winderlich und Sven Borjan an Gitarre und Perkussion bestehende Trio hat aktuelle Hits und bekannte Oldies in ihrem umfangreichen Repertoire.

Beim ABBA-Medley zum ersten Mal Gedränge auf der Tanzfläche

Zunächst halten sich die meisten Besucher noch zurück, aber beim ABBA-Medley herrscht zum ersten Mal generationenübergreifendes Gedränge auf der Tanzfläche. Rund 50 ehrenamtliche Helfer der Kyffhäuser sind am Eingang, an diversen Theken oder beim Bonverkauf im Einsatz. Für den geregelten Ablauf sorgen etwa 14 Mitarbeiter eines Sicherheitsunternehmens. Diese Auflagen haben sich zum größten Kostenfaktor entwickelt, räumt Klaus Landwehr ein.

»Bella Ciao« ertönt in diskotauglicher Version

Kunststoffbändchen in vier verschiedenen Farben werden bei der Eingangskontrolle vergeben, damit gewährleistet ist, dass alle Besucher unter 18 Jahren und ohne elterliche Begleitung gegen 24 Uhr das Festgelände rund um das große Partyzelt verlassen. Die übrigen dürfen noch bis drei Uhr morgens weiter feiern. Es herrscht ausgelassene Stimmung auf dem 700 Quadratmeter großen Gelände, auch einige »ältere Semester« haben sich unter die überwiegend jugendlichen Gäste gemischt. Unterdessen ertönt von der Bühne der alte Partisanensong »Bella Ciao« in diskotauglicher Version, dazu animiert die Band zum Rudelsingen, frei nach dem Motto »Hodi-Jodi-Jodi-Jeh«.

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