Autozulieferer muss sparen – ob auch das Steinhagener Werk betroffen ist, bleibt offen
Schaeffler will 900 Stellen streichen

Steinhagen (WB/vh). Automobil- und Industrie-Zulieferer Schaeffler kündigt einen rigorosen Sparkurs für seine Automotive-Sparte an – einschließlich 900 Stellenstreichungen in ganz Europa. Ob das Steinhagener Werk davon betroffen sein wird, ließ das Unternehmen am Donnerstag offen.

Mittwoch, 06.03.2019, 18:47 Uhr aktualisiert: 06.03.2019, 21:04 Uhr
Das Schaeffler-Werk an der Gottlieb-Daimler-Straße in Steinhagen. Foto: Volker Hagemann

Für den um zehn Prozent gesunkenen Konzerngewinn macht Vorstandschef Klaus Rosenfeld vor allem den Gegenwind aus der Automobilbranche verantwortlich. Die deutschen Autohersteller leiden unter schwächelnder Nachfrage aus China, dem Zollstreit mit den USA und der Umstellung auf neue Abgas- und Verbrauchstests. Das spüren auch die Zulieferer.

In Steinhagen beschäftigt Schaeffler 420 Mitarbeiter

In Europa will Schaeffler 900 Stellen abbauen, 700 davon in Deutschland. »Betroffen sind vor­aussichtlich fünf europäische Standorte«, erklärte Schaeffler-Sprecher Marlon Matthäus auf WB-Anfrage. Ob auch das Steinhagener Werk betroffen ist, konnte er noch nicht sagen. Betriebsbedingte Kündigungen oder Standortschließungen seien nicht geplant.

In Steinhagen beschäftigt Schaeff­ler etwa 420 Mitarbeiter; produziert werden hier Gelenklager und Synchronisationselemente für die Automobilindustrie sowie für Kunden aus dem Stahl-Wasserbau, dem Gebäudebau und der Windkraft- und der Schwermaschinenindustrie. Darüber hinaus werden Gleitbuchsen, Gelenkköpfe und Gelenklager-Einheiten hergestellt.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6453748?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2516077%2F
Statistik über Mord und Totschlag
Symbolbild. Foto: dpa
Nachrichten-Ticker