Daniel Walkenhorst will an der Bahnhofstraße für Bethel weiteres Gebäude errichten
Wohnanlage statt neuem Imbiss

Steinhagen  (WB). Dort, wo zu seinem Abriss Anfang 2018 das »Grillwerk« an der Steinhagener Bahnhofstraße stand, wird kein neuer Imbiss gebaut.

Sonntag, 03.03.2019, 07:30 Uhr aktualisiert: 03.03.2019, 08:00 Uhr
Auf dem Grundstück des Grillwerks (vorne im Bild oben) soll neben dem ersten ein weiteres Wohngebäude von Bethel regional entstehen. Investor ist Daniel Walkenhorst (rechts). Foto: Bluhm-Weinhold

Vielmehr soll dort eine weitere Wohnanlage für behinderte Menschen von Bethel regional entstehen. Das hat »Grillwerk«-Betreiber Daniel Walkenhorst dem WESTFALEN-BLATT auf Anfrage gesagt. Er selbst wird als Investor auftreten.

Walkenhorst selbst fühlt sich, nachdem sein Imbiss in der Nacht zum 10. November 2017 abgebrannt war, inzwischen mit seinem »Grillwerk 2.0« im alten Künsebecker Bahnhof wohl. Doch die Frage, was auf die Imbisshütte in Steinhagen folgen sollte, stand seither im Raum. Denn das 500 Quadratmeter große Grundstück an der Bahnhofstraße hat Daniel Walkenhorst in Erbpacht auf 99 Jahre von der Evangelischen Kirchengemeinde Steinhagen übernommen.

200 Quadratmeter Grundfläche, zweieinhalb Etagen

Und da die Nachbarschaft zum Unterstützten Wohnen von Bethel regional immer schon gut war und sich beispielsweise in mehreren gemeinsamen öffentlichen Straßenfesten niederschlug, ist ein gemeinsames Konzept für das Grundstück überlegt worden. Dort soll mit 200 Quadratmetern Grundfläche und zweieinhalb Etagen ein Wohngebäude entstehen, das sich nach Auskunft von Daniel Walkenhorst im Stil ähnelt, aber konzeptuell vom Nachbarhaus unterscheidet: Werden dort 24 Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf in Einzelappartements betreut, so soll auf der »Grillwerk«-Parzelle ein Haus gebaut werden, in dem behinderte Menschen in eigenen Wohnungen leben und bedarfsgerecht unterstützt werden, wie Walkenhorst schildert.

Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben

»Wir stehen noch ganz am Anfang. Erst einmal ist jetzt eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die auch die Finanzierbarkeit prüft«, sagt er. Und weiter: »Wir sind guter Dinge. Ich habe da jetzt die richtigen Leute. Es wird gut werden, wenn es fertig ist«, sagt er. Was nicht zu realisieren war, das war ein Mischkonzept: unten Gastronomie, oben Wohnen. Burger wie im »Grillwerk« verboten sich von selbst schon wegen der Küchendünste. Ein Café wäre vielleicht möglich gewesen: »Aber dann hätte sich für Bethel nicht genug Wohnfläche ergeben«, so Walkenhorst.

Seit einem Jahr, seit dem 7. März, ist Daniel Walkenhorst mit seinem Restaurant in Künsebeck. Für Ende März stellt er zur Feier des Geburtstages ein Frühlingsfest in Aussicht.

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