AK Asyl und Bibliothek laden zu Lesung mit irakischem Autor ein – mit Video
Von Mossul nach Turku

Steinhagen  (WB/anb). »Aurora from Mosul« – auf Deutsch: »Polarlicht aus Mossul« ist der Titel eines Gedichtbändchens von Ahmed Zaidan. Der aus dem Irak stammende Autor und Journalist, 2013 nach Finnland geflüchtet, ist am Dienstag, 26. Februar, um 19.30 Uhr mit einer Lesung zu Gast in der Gemeindebibliothek.

Mittwoch, 06.02.2019, 03:00 Uhr
Aus dem Bändchen »Aurora from Mosul« wird gelesen: (v.l.) Wolfgang Groß (Arbeitskreis Asyl), Gemeindebibliothekarin Manuela Heinig und Schülerpraktikantin Evelyne Vorat freuen sich auf die Veranstaltung. Foto: Annemarie Bluhm-Weinhold

Die Veranstaltung bildet den Auftakt zu einer Reihe unter der Überschrift »Lesung & Gespräch – Literarische Begegnungen«, die der Arbeitskreis Asyl und die Gemeindebibliothek gemeinsam veranstalten. »Wir wollen eine Plattform schaffen und über die Lesung Menschen in Kontakt bringen«, sagt Wolfgang Groß, Sprecher vom AK Asyl. Initiiert haben Florian Polkowski und sein Team vom Bielefelder Hochroth-Verlag die Lesung.

Die Studenten der Uni Bielefeld engagieren sich in dem alternativen Verlagsprojekt, wie mehrfach berichtet, aus einem Uni-Seminar heraus vor allem für finnische und samische Literatur. Und in Finnland ist Ahmed Zaidan inzwischen anerkannter Flüchtling. Demnächst ist er auf Lesereise in Deutschland. Gelesen wird auf Englisch, Arabisch und in deutscher Übersetzung.

Auch die nächste Lesung steht schon fest

»Er fiel vom Himmel, bevor wir ihn suchen konnten«, sagt Wolfgang Groß. Zwar stand die Planung über eine solch internationale und interkulturelle Lesung schon länger, aber Florian Polkowskis Angebot für eine Veranstaltung mit dem Autor Zaidan kam unvermittelt. Und auch die nächste Lesung am 16. Mai mit der syrischen Autorin Lina Atfah war seine Idee – »Das Buch von der fehlenden Ankunft – Gedichte aus Syrien«.

Bleibt es bei Lyrik? »Keineswegs, obwohl viele Flüchtlinge sich gut in Versform ausdrücken können«, sagt Gemeindebibliothekarin Manuela Heinig. Die Reihe, die mit etwa vier Folgen pro Jahr stattfinden soll, kennt alle literarischen Formen.

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