Erst wird die Steinhagener Bahnhofstraße saniert, dann folgt die Bielefelder Straße
Zwei Großbaustellen bis 2021

Steinhagen (WB). Die Bielefelder Straße – samt Woerdener und Brockhagener Straße – soll von 2020 an saniert werden. Doch bereits dieses Jahr ist mit einer Großbaustelle zu rechnen: Denn zunächst wird die Bahnhofstraße erneuert.

Dienstag, 05.02.2019, 11:30 Uhr
Unfallhäufungspunkt 2017: An der Kreuzung Liebigstraße/Bielefelder Straße knubbelt sich der Verkehr insbesondere zu Stoßzeiten. Die rote Furt für Radfahrer reicht offenbar nicht aus, bereits einen Unfall mit einem Schulkind gab es 2019 schon. Foto: Annemarie Bluhm-Weinhold

 

»Der Baubeginn ist allerdings noch nicht genau terminiert«, sagte Sven Johanning, Pressesprecher des Landesbetriebs Straßen NRW, dem WESTFALEN-BLATT am Montag. Wie mehrfach berichtet, ist die Bahnhofstraße von der Landstraße zur Gemeindestraße herabgestuft worden. Die Gemeinde will sie in saniertem Zustand von Straßen NRW übernehmen. Bis auf ein relativ neues Teilstück an der Autobahnbrücke hat der Landesbetrieb 1,5 Kilometer vom Kreisverkehr Brockhagener Straße bis zur B 68 zu erneuern.

Bielefelder Straße: Gemeinde fordert Fußweg auf Hochborden

Die Bauarbeiten müssen erledigt sein, bevor 2020 die Sanierung der Bielefelder Straße beginnt. Die Landstraße soll auf 4,2 Kilometern von der Peter-Kreuzung bis zum Hilterweg saniert werden. »Wegen des Umfangs werden die Arbeiten bis 2021 dauern«, kündigte Sven Johanning an. Die Gemeinde hat bereits 2017 eigene Vorstellungen für die Erneuerung der Straße diskutiert und Straßen NRW zugeleitet.

Wesentlicher Punkt war dabei etwa, dass auch der Radweg nicht als Fahrradstreifen auf der Fahrbahn, sondern mit dem Fußweg auf Hochborden geführt werden soll. »Es hat im Juni 2018 ein Gespräch bei Straßen NRW gegeben, aber unsere Vorstellungen wurden eher negativ bewertet«, sagte Steinhagens Bauamtsleiter Stephan Walter.

Kreuzung Liebigstraße/Borsigstraße: Verkehrsstromzählung entscheidet über Ampel

Zudem fordert die Gemeinde seit langem mehr Sicherheit an der Kreuzung Liebigstraße/Borsigstraße. »Die Kreuzung galt 2017 als Unfallhäufungspunkt«, sagte Erwin Rellmann vom Steinhagener Ordnungsamt. Doch habe das zu keinen Maßnahmen geführt; eine provisorische Ampel, wie von der SPD gefordert, gab es beispielsweise nicht. Der Kreis Gütersloh nahm Verkehrszählungen vor – eine im März vor Freigabe der A 33, eine danach im Oktober. Ergebnis: »Es herrscht mehr Verkehr auf der Bielefelder Straße, auf der Liebig- und Borsigstraße haben sich keine großen Veränderungen ergeben«, so Rellmann.

Wie sich die Mehrbelastung aber auf die Kapazität der Kreuzung auswirkt, das will der Kreis durch eine sogenannte Verkehrsstromzählung noch genauer erfahren, bevor er eine Entscheidung zur Ampel trifft. Für diese Zählung der Knotenpunktströme, die manuell erfolgen muss, ist wiederum Straßen NRW zuständig. »Die Zählung haben wir beauftragt an die Straßenmeisterei«, so Sven Johanning.

Nachdem auch in diesem Jahr an der Liebigstraße bereits ein Unfall geschehen ist, bei dem am 7. Januar ein Schulkind verunglückte, erscheint der Gemeinde eine Lösung umso dringender: »Wir warten auf die Entscheidung, dass dort hoffentlich eine Ampel hinkommt«, so Rellmann.

Kommentar

Zwei Großbaustellen in den nächsten drei Jahren – da kommt einiges an Ungemach in Form von Umleitungen, Staus und Baustellenlärm auf die Gemeinde zu. Für eine lange Weile. Nun denn, irgendwann müssen die Straßen saniert werden. Ihre Baufälligkeit ist schon lange allzu offensichtlich. Indes gilt zu hoffen, dass die Planer die Belastungen durch eine kluge Bauabschnittsplanung möglichst gering halten für die Bürger. Die Abbindung dieser Lebensadern des Ortes könnte sonst zum Kollaps führen. Annemarie Bluhm-Weinhold

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