Brinkstraße und südlicher Kirchring: Steinhagens Politiker stimmen Neugestaltung zu
Im neuen Pflaster bleiben Lücken

Steinhagen (WB). Die Neugestaltung des Pflasters im Ortskern wird fortgesetzt. Konkret geht es um Flächen an der Brinkstraße, an den Durchgängen zum Kirchplatz und am südlichen Kirchplatz. Der Haupt- und Finanzausschuss stimmte am Mittwochabend einstimmig den Planungen zu; Thomas Goldbeck von der Ingenieurgesellschaft »plan.b« hatte die im vergangenen Oktober vorgestellten Pläne überarbeitet.

Freitag, 01.02.2019, 07:30 Uhr aktualisiert: 01.02.2019, 07:40 Uhr
An der Brinkstraße bleibt erst einmal der Materialmix vor den Schaufenstern bestehen. Denn nicht alle Anlieger sind mit der Neupflasterung einverstanden. Foto: Volker Hagemann

Nicht an allen Stellen jedoch sind die Pläne widerspruchslos umsetzbar. So stimmen die Grundstückseigentümer an der Brinkstraße 9 bis 11 der Neugestaltung von Gehwegpflaster, Stellplätzen und Beeten nicht zu, die Eigentümer der Häuser 13 bis 15 dagegen schon. »Dort wird es also einen Übergang zwischen den bisherigen roten Pflastersteinen und dem neuen hellen Betonstein geben«, erklärt Thomas Goldbeck. Zwingen könne man niemanden, »ihrer Verkehrssicherungspflicht müssen aber weiterhin alle Anlieger nachkommen, egal wie rutschig die unterschiedlichen Flächen sind«, betonte Bürgermeister Klaus Besser. »Wir bleiben mit den Anliegern im Gespräch.«

Kein größerer Müllsammelplatz am Parkdeck geplant

Ähnlichen Widerstand gibt es im nordwestlichen Bereich des Brinkhauses: Auch hier haben die Eigentümer einer Neupflasterung auf ihrem Grundstücksstreifen bislang nicht zugestimmt. Die Grenze zur Gemeindefläche samt Parkplatz verläuft durch das Beet. Daher dürfte das neue Betonsteinpflaster im Farbton »Mare« zwischen Brinkstraße und Rampe zum Marktplatz weiterhin vom alten roten Pflaster unterbrochen bleiben. Nicht umgesetzt werden Überlegungen der Abfallberatung, für die Brinkstraße 1 bis 3 einen umzäunten Stellplatz für 23 Mülltonnen zu errichten. Die 7000 Euro Kosten müssten die Eigentümer bezahlen, zugleich müssten vor dem Parkdeck vier öffentliche Stellplätze geopfert werden.

Zwischen Kirche und Eiscafé sind auch LEDs im Pflaster geplant

Beschlossene Sache ist die Neupflasterung des südlichen Kirchrings im »Mare«-Pflaster, Parkflächen werden mit dem alten Basaltkleinpflaster markiert. Um Optik und Nutzen zu vereinbaren, wird der Platz zwischen Dorfkirche und Eiscafé »Smile« ebenfalls mit den Basaltsteinen gestaltet – allerdings ohne einen anfangs angedachten Baum, um den Aufbau von Kirmesfahrgeschäften zu ermöglichen. Auf Wunsch der Politiker nimmt Thomas Goldbeck hier zusätzlich zum »Steinhagen-Band« aus Cortenstahl auch LED-Lichtpunkte in die Planung auf.

Für die Flächen an der Brinkstraße sind knapp 540.000 Euro Kosten veranschlagt, 377.000 Euro für den südlichen Kirchring. Ende August sollen die etwa dreimonatigen Tiefbauarbeiten beginnen.

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