Gemeindewerke nehmen in Steinhagen drei neue Ladestationen in Betrieb E-Mobilität anschieben

Steinhagen (WB/anb). Drei neue Elektro-Ladestationen haben die Steinhagener Gemeindewerke am Freitag in Betrieb genommen. Auf dem Vollbracht-Parkplatz an der Bahnhofstraße, am Steinhagener Bahnhof und am Hallenbad können ab sofort je zwei Autos mit bis zu 22 kW aufgetankt werden.

Stellen die neue Ladesäule an der Bahnhofstraße vor: (von links) Gemeindewerkechef Stefan Lütgemeier, Bürgermeister Klaus Besser und Prokurist Sascha Drewel.
Stellen die neue Ladesäule an der Bahnhofstraße vor: (von links) Gemeindewerkechef Stefan Lütgemeier, Bürgermeister Klaus Besser und Prokurist Sascha Drewel. Foto: Annemarie Bluhm-Weinhold

»Mit den drei neuen Ladesäulen wollen wir der Elektromobilität einen starken Anschub geben«, sagte Gemeindewerkechef Stefan Lütgemeier. Die passende Infrastruktur sei die Voraussetzung.

Strom soll aus alternativen Energien stammen

Die drei Ladesäulen sind mit Fördergeldern des Landes installiert worden. Etwa 10.000 Euro kostet eine Säule. Durch die öffentlichen Mittel bleibt den Gemeindewerken noch ein Nettoaufwand von etwa 4500 Euro pro Säule. Kriterium für die Förderung ist nach Auskunft der Werke, dass Strom aus alternativen Energien verwendet wird – die Gemeindewerke vertreiben ohnehin nur noch grünen Strom – und dass der Parkplatz öffentlich zugänglich ist. Das ist an allen drei Stellen der Fall. Auf dem Parkplatz Bahnhofstraße werden zwei Stellplätze für E-Autos mit entsprechender Beschilderung geblockt. Außerdem gilt für diese beiden Plätze die Parkzeitbeschränkung nicht mehr.

Mit der ersten Stromtankstelle, 2012 auf dem Marktplatz installiert, haben die Werke gute Erfahrungen gemacht. Die Ladesäule hat 2018 7500 kWh geliefert – doppelt so viel wie 2017. Heruntergerechnet heißt das, dass etwa 700 Autos dort betankt worden sind.

Das Laden an den Säulen ist derzeit noch kostenlos

Zunächst ist das Laden an den drei neuen Ladesäulen noch kostenlos: »Derzeit werden noch keine Abrechnungen gemacht. Das wäre ein Verlustgeschäft«, sagte Bürgermeister Klaus Besser, Aufsichtsratschef der Gemeindewerke. Denn derzeit übersteigen die Kosten für die benötigte Software den zu erwartenden Ertrag aus dem Stromverkauf. Auf Dauer werden sich die Gemeindewerke aber den Abrechnungssystemen anschließen. Und auf Dauer wird es weitere E-Tanksäulen geben. Für 2019 sind noch drei geplant. Standorte werden derzeit gesucht.

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