Abwassertag bei Jung Pumpen: 130 Fachleute diskutieren in Steinhagen Problem der Feuchttücher Damit alles fließen kann

Steinhagen (WB). Zu den großen Herausforderungen für die Abwasserbranche zählen auch Feuchttücher. Über Probleme und Lösungsansätze diskutierten gestern etwa 130 Teilnehmer auf Einladung der Firma Jung Pumpen.

Von Volker Hagemann
Gastgeber Marco Koch von der Firma Jung Pumpen (rechts) begrüßt auf dem Podium Vertreter von Feuchttuchherstellern, Abwasserbetrieben und Technischen Universitäten: Murat Ceylan, André Olbring, Prof. Paul Uwe Thamsen, Christoph Bennerscheidt, Dr. Josef Eckl, Wolfgang Tenbusch, Jana Wenke, Hans-Christian Jung und David Wedegärtner (von links).
Gastgeber Marco Koch von der Firma Jung Pumpen (rechts) begrüßt auf dem Podium Vertreter von Feuchttuchherstellern, Abwasserbetrieben und Technischen Universitäten: Murat Ceylan, André Olbring, Prof. Paul Uwe Thamsen, Christoph Bennerscheidt, Dr. Josef Eckl, Wolfgang Tenbusch, Jana Wenke, Hans-Christian Jung und David Wedegärtner (von links). Foto: Volker Hagemann

Wenn die Steinhagener Abwasser- und Pumpen-Fachleute zu ihrem jährlichen OWL-Abwassertag einladen, ist das Interesse der Fachwelt erfahrungsgemäß riesig. Aus ganz Deutschland kamen die etwa 130 Gäste, die sich am Donnerstag im Jung-Pumpen-Forum an der Industriestraße trafen.

Wenn Pulverbach und Jückemühlenbach über die Ufer treten

Die Themen, die diesmal im Mittelpunkt standen, dürften letztlich jeden betreffen: »Klimawandel und Überflutungsschutz beschäftigen uns auch im Jahr 2019«, sagen Jung Pumpens Marketingleiter Dr. Andreas Kämpf und sein Kollege Marco Koch, Leiter Verkaufsförderung. Und wie dringend die gestern bei Jung Pumpen diskutierten Themen wie Regenwasserbewirtschaftung im öffentlichen Straßenraum oder Anforderungen an den Überflutungsschutz sind, zeigt sich auch in Steinhagen immer wieder – wenn etwa Pulverbach und Jückemühlenbach bei starkem Niederschlag über die Ufer treten...

Feuchttücher legen immer wieder Pumpstationen lahm

Aber auch vermeintlich kleine Dinge können immense Auswirkungen haben: Feuchttücher erfreuen sich auch in Deutschland seit mehr als 40 Jahren stetig wachsender Beliebtheit. Doch für die Abwasserbranche stellen sie eine gewaltige Herausforderung dar. »Nicht jedem ist die korrekte Entsorgung über den Restmüll klar, und so gelangen benutzte Feuchttücher in großen Mengen in die Kanalisation, verstopfen Rohre und Kanäle«, berichtet Marco Koch. »Sie sind immer wieder der Grund dafür, dass Abwasserpumpstationen wegen Verstopfung ausfallen.«

Statt Schwarzem Peter lieber gemeinsam Lösungen suchen

Den Gastgebern von Jung Pumpen ging es gestern aber nicht darum, jemandem den Schwarzen Peter zuzuschieben; Vertreter von Feuchttuch-Herstellern zählten ebenso zur Diskussionsrunde wie Vertreter kommunaler Abwasserbetriebe, Planer und Anlagenbauer. »Wir möchten Wirtschaft, Kunden und Forschung zusammenbringen, um Lösungen anzugehen«, betont Monika Sartor vom Jung-Pumpen-Marketing. »Unser Abwassertag ist eine Netzwerk-Veranstaltung, auch TU-Professoren und Studenten kommen gerne.« Damit will die Branche auch »ganz nebenbei« etwas gegen den Fachkräftemangel unternehmen.

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